Mehr Geld fürs Digitale
WDR streicht und verändert zahlreiche Angebote

Weniger Sendungen, weniger Personal und mehr Geld fürs Digitale: Der Westdeutsche Rundfunk baut seine Programme deutlich um. Wie der Sender am Freitag mitteilte sollen bis Ende kommenden Jahres 76 Fernseh-, Radio- und Onlineangebote eingestellt werden.

    Logo des WDR am Westdeutschen Rundfunk Köln. (Themenbild, Symbolbild) Köln, 25.12.2021 *** Logo of WDR at Westdeutscher
    Logo des WDR am Westdeutschen Rundfunk Köln. Themenbild, Symbolbild Köln, 25.12.2021 *** Logo of WDR at Westdeutscher Rundfunk Cologne Theme image, symbol image Cologne, 25 12 2021 Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage (imago images/Future Image)
    Neben Social-Media-Kanälen, Newslettern und Websites seien auch sechs Angebote im linearen Hörfunk wie die "Satire am Sonntag" bei WDR4 und "Ex & Pop" bei WDR3 betroffen. Im linearen Fernsehen sollen neben "Frau TV" auch "Menschen hautnah", die "WDR Story" und vier weitere Formate eingestellt werden.

    Zahl der Angebote soll langfristig halbiert werden

    Langfristig will der WDR die Zahl seiner Angebote von derzeit rund 600 auf 300 halbieren. Auch beim Personal wird gespart: Bis 2030 sollen mehr als 130 durch Verrentung frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Außerdem will der WDR das Auftragsvolumen für freie Mitarbeiter senken.
    Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Pläne. Eine von den Bundesländern verantwortete Rundfunkpolitik, so die Gewerkschaft, "spart die Sender kaputt" und führe zu weniger Sendungen für die Breite der Gesellschaft.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.