Anordnung des Obersten Gerichts
Wegen Geldwäsche-Ermittlungen: Flávio Bolsonaro darf Brasilien nicht verlassen

Nach seiner Niederlage bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien darf der unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro das Land nicht verlassen.

    Flávio Bolsonaro sitzt in dunkelblauem Blazer, weißen Hemd und Jeans und macht mit beiden Händen das Peace-Zeichen.
    Flávio Bolsonaro darf nicht ausreisen. (IMAGO / Brazil Photo Press / Marina Uezima)
    Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche, unter anderem im Zusammenhang mit Sportwetten. Das Oberste Gericht des Landes ordnete an, dass Bolsonaro seine Pässe abgeben muss. Der rechtsgerichtete Politiker kritisierte das Ausreiseverbot als Einschüchterungsversuch und betonte, er habe gar nicht die Absicht, das Land zu verlassen.
    Der 45-Jährige hatte die Stichwahl am Sonntag nach Angaben des Wahlgerichts gegen den linksgerichteten Amtsinhaber Lula da Silva verloren. Bolsonaro weigert sich bislang, das Ergebnis anzuerkennen und will eine Annullierung der Wahl beantragen. Unterstützung erhielt er von US-Präsident Trump. Dieser bezeichnete die Abstimmung als manipuliert, legte aber keinerlei Belege für seine Behauptung vor.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.