Binnenschifffahrt
Weiterhin negative Pegelwerte für den Rhein bei Kaub

Das Niedrigwasser des Rheins sorgt im Schiffsverkehr weiter für Schwierigkeiten. Die Pegelstände sind nach wie vor niedrig und werden sich voraussichtlich in den kommenden Tagen kaum erhöhen.

    Aus dem Fluss Rhein ragt eine Messlatte hervor, im Hintergrund sieht man ein Ufer mit einem Gebäude.
    Der analoge Pegel in Kaub im Niedrigwasser im August. (Thomas Frey / dpa / Thomas Frey)
    Bei Kaub in Rheinland-Pfalz lag der Pegelstand am Morgen laut Hochwasservorhersagezentrale bei minus 6 Zentimetern. Die Vorhersage geht davon aus, dass sich die Werte in den nächsten Tagen 0 Zentimetern annähern, aber nicht weit in den positiven Bereich steigen. Die Fahrrinne im Rhein ist zwar etwas tiefer, dennoch sind die meisten Schiffe mit deutlich weniger Ladung unterwegs. Auf dem besonders von Niedrigwasser betroffenen Mittelrheinabschnitt zwischen St. Goar und Mainz fahren laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt nur noch vereinzelt Güterschiffe.
    Minuswerte sind möglich, weil der Pegelnullpunkt nicht dem tatsächlichen Boden des Flussbettes entspricht. Er wird etwas unterhalb des niedrigsten, über eine lange Zeit gemessenen Wasserstandes eines Gewässers festgesetzt. Das Flussbett ist folglich nicht komplett ausgetrocknet.

    Rhein bei Köln steigt voraussichtlich leicht an

    Der Geschäftsführer des Verbands, Schwanen, sagte, gerade im Südwesten Deutschlands brauche es aktuell eigentlich zwei Wochen kontinuierlichen Landregen. Laut einem Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft ist der Rhein de facto erneut zweigeteilt. Der Mittel- und der Oberrhein samt Zuflüssen seien abermals von den wichtigen Häfen in Duisburg und Rotterdam abgeschnitten. 
    Bei Köln soll der Pegelstand dagegen in den nächsten Tagen steigen. Aktuell wird der Pegelstand mit 40 Zentimetern angegeben, für Ende der Woche sind bis zu 49 Zentimeter prognostiziert.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.