Volkswagen in der Krise
Welt-Betriebsrat von VW bezeichnet Stopp von Gehaltserhöhungen als "Wunschdenken"

​Der Europäische- und Weltkonzern-Betriebsrat des Autobauers Volkswagen hat sich ablehnend über das Aussetzen von Gehaltserhöhungen im Konzern geäußert.

    Der Volkswagenschriftzug auf einem VW-Werk
    Volkswagen-Betriebsrat bestätigt Einfrieren der Gehälter. (picture alliance / dpa / Stefan Rampfel)
    Es sei Wunschdenken, dass man den Beschäftigten jahrelang Reallohnverluste verordnen könne, hieß es in einer Stellungnahme. Tarifliche Fragen würden immer noch dezentral entschieden. Das Vorgehen des Konzernvorstands sei absurd.
    Volkswagen will nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall die Gehälter der weltweit rund 660.000 Beschäftigten bis ‌zum Jahr 2030 ⁠nicht erhöhen. Demnach wurden die Personalverantwortlichen weltweit angewiesen, jegliche Entgelterhöhungen auszusetzen. Die Vorgabe gelte bereits seit Anfang Oktober.
    Volkswagen steckt wie andere deutsche Autobauer in einer Krise. Der Aufsichtsrat hatte Anfang September einem Sanierungskonzept zugestimmt, wonach in den kommenden Jahren weltweit weitere 50.000 Stellen gestrichen werden sollen - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen. Zudem ist die Existenz von vier Werken in Deutschland bedroht.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.