Armenien
Weltnaturkonferenz berät über Artenvielfalt

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beraten auf der 17. Weltnaturkonferenz Vertreter von fast 200 Ländern zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den Rückgang der Biodiversität.

    Korallen im Schutzgebiet des französischen Nationalparks Porquerolles
    Korallen im Schutzgebiet des französischen Nationalparks Porquerolles (Symbolbild) (Annika Hammerschlag / AP / dpa / Annika Hammerschlag)
    Es wird damit gerechnet, dass es bei dem Treffen um mögliche finanzielle Zusagen der Industrieländer für weniger entwickelte Staaten geht. Armeniens Umweltminister Matevosyan erklärte bei der Eröffnung der Konferenz, man müsse Differenzen überwinden. Vor vier Jahren hatten sich die Länder auf insgesamt 23 Maßnahmen zum Schutz von Meeren und Natur verpflichtet. In Eriwan soll auch Bilanz zu den bisherigen Bemühungen gezogen werden.

    Schneider fordert mehr Tempo bei Natur- und Artenschutz

    Bundesumweltminister Schneider (SPD) zeigte sich mit dem bisherigen Stand nicht zufrieden. In einer Mitteilung seines Ministeriums heißt es, eine echte globale Trendwende mit einem wirksamen Stopp beim Verlust von Arten, Natur- und Lebensräumen oder der Entwaldung sei noch nicht eingetreten.
    Schneider betonte, beim Naturschutz gehe es auch um Lebensgrundlagen, Wohlstand und Sicherheit. So brauchten die Menschen Insekten, die Nutzpflanzen bestäuben, Böden, auf denen Lebensmittel wachsen, und Auen, die bei Überschwemmungen Wasser zurückhalten.

    Aus unserem Programm:

    Weltnaturkonferenz – Warum Artenvielfalt auch die Wirtschaft bereichert
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.