Fluss
Wiederansiedlung: 3.000 junge Störe in der Oder ausgesetzt

In der Oder hat der Versuch einer Wiederansiedlung von Stören begonnen. Die Fischart gilt in Deutschland als ausgestorben. 3.000 junge Störe wurden in dem Grenzfluss in Brandenburg ausgesetzt. Das Projekt wird vom Naturschutzbund (Nabu) und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei durchgeführt.

    Europäischer Stör unter Wasser
    Störe gelten in Deutschland als ausgestorben. (picture alliance / imageBROKER / Schoening)
    Die Leiterin des Projekts, Christiane Röttger, sagte in Angermünde, durch die Wiederansiedlung solle die ursprüngliche Artenvielfalt der Oder und ihrer Zuflüsse regeneriert werden.
    In der Vergangenheit waren Wiederansiedlung nicht erfolgreich gewesen. Laut dem Leibniz-Institut haben nur wenige Störe bis zur Geschlechtsreife nach zehn bis 15 Jahren überlebt. Als Teil des neuen Projekts sollen Defizite des Lebensraums erfasst und Gegenmaßnahmen entwickelt werden.
    Störe können im Süßwasser und im Salzwasser leben. Sie werden werden vier Meter lang, über 300 Kilogramm schwer und bis zu 120 Jahre alt werden. Fossile Funde störartiger Fische sind bis zu 190 Millionen Jahre alt, der Stör gilt damit als Urzeitfisch.
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.