ARD-Interview
Wirtschaftsweise Schnitzer fordert nachhaltige Investitionen zur Stabilisierung des Wachstums

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Schnitzer, hat die Bundesregierung zu mehr Nachhaltigkeit bei ihren Investitionen aufgerufen, um die positiveren Konjunkturaussichten zu stabilisieren.

    Porträt von Monika Schnitzer (Wirtschaftsweise) am 28. April 2026
    Porträt der Ökonomin Monika Schnitzer (picture alliance / dpa / HMB Media / Uwe Koch)
    Im ARD-Fernsehen sagte Schnitzer, hier könne man nachbessern. Derzeit werde noch viel Geld an den falschen Stellen ausgegeben. Als Beispiel nannte die Ökonomin unter anderem den Tankrabatt.
    Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betonte zudem, auch die Unternehmen müssten für ein dauerhaftes Wachstum mehr investieren. Dafür brauchten sie ein stabiles Umfeld und funktionierende Rahmenbedingungen.
    Die Bundesregierung hatte gestern ihre Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr angehoben. Sie rechnet nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um voraussichtlich 1,3 Prozent, wie das Wirtschaftministerium in Berlin mitteilte. Im April hatte die Schätzung noch bei einem Plus von 0,5 Prozent gelegen. Für das kommende Jahr rechnet die Regierung mit einem Plus von 1,1 Prozent und 2028 mit 0,6 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.