
Eine aktuelle Analye der WWA belegt den Zusammenhang der Waldbrände in Südeuropa und dem Klimawandel. Die Forscher schreiben, in Frankreich sei das Auftreten der Wetterbedingungen, die die enorme Ausbreitung der Feuer ermöglichen, durch die Erderwärmung doppelt so wahrscheinlich geworden. In Spanien habe sich die Wahrscheinlichkeit um das 20-Fache erhöht.
Die Forscher ermitteln anhand von Wetterbeobachtungen und Computermodellen, wie sich der Klimawandel bei einzelnen extremen Wetterereignissen jeweils auf deren Intensität und Wahrscheinlichkeit auswirkt.
WWA-Koordinatorin Friederike Otto vom Imperial College London betont, der Klimawandel sorge dafür, dass die Wetterkonstellationen, die Landschaften zu Brandherden und Brände zu Katastrophen werden ließen, deutlich häufiger aufträten.
Gefährlicher Mix aus Trockenheit, Hitze und Wind
Spanien erlebt derzeit den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein ungewöhnlich nasser Jahresstart hatte das Wachstum der Pflanzen begünstigt, dann trocknete die Dürre die Vegetation aus – eine Kombination, die den Wissenschaftlern zufolge den Flammen viel Nahrung bietet.
Brandforscher Jacob Bendix von der Syracuse University in New York, bezeichnete die Studienergebnisse als schlüssig. Man wisse seit Jahrzehnten, dass extreme Hitze und Dürre aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels immer häufiger auftreten würden. Daher sei der allgemeine Verlauf dieser Ereignisse tragischerweise vorhersehbar gewesen, wenn auch nicht in allen Details.
Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
