Neues Wehrdienstgesetz
Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung drastisch gestiegen

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist in diesem Jahr stark gestiegen.

    Ein Schild mit der Aufschrift "Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben" steht vor einem Bürogebäude.
    Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hat seinen Sitz in Köln. (picture alliance / ZB / Z6944 Sascha Steinach)
    Wie die Funke-Medien berichten, gingen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben bis Ende August rund 12.100 Anträge ein. Das waren mehr als drei Mal so viele wie im gesamten vergangenen Jahr.
    Ein möglicher Grund ist das neue Wehrdienst-Modernisierungsgesetz. Es trat im Januar in Kraft und verpflichtet alle Männer ab dem Jahrgang 2008, einen Fragebogen zu ihrer Eignung für den Dienst an der Waffe auszufüllen. Eine Wehrpflicht besteht weiterhin nicht. Sie wurde vor 15 Jahren ausgesetzt. Der Kriegsdienst mit der Waffe kann aber vorsorglich verweigert werden.
    In den vergangenen Wochen hatten junge Menschen in zahlreichen Städten gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.