
In der Hauptstadt Warschau versammelten sich rund 1000 Teilnehmer vor dem Parlament. Auch in Krakau, Posen, Lodz und weiteren Städten wurden Proteste gemeldet. Die Organisatoren forderten, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr strafbar sein sollen und über das öffentliche Gesundheitssystem zugänglich gemacht werden.
Das Parlament hatte am Dienstag zwei Gesetzesentwürfe verabschiedet, die die Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch lockern sollen. Es wird jedoch erwartet, dass der nationalkonservative Präsident Nawrocki sein Veto gegen die von Regierungschef Tusk unterstützten Gesetzesänderungen einlegt.
In Polen dürfen Ärzte einen Abbruch bislang nur bei Vergewaltigung, Inzest sowie Gefahr für Leben oder Gesundheit der Frau vornehmen. Die Hilfe bei einer illegalen Abtreibung wird mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft.
Diese Nachricht wurde am 22.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
