Deutschland
Zehntausende demonstrieren für den Sozialstaat

In ganz Deutschland haben Zehntausende Menschen im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags der Gewerkschaften gegen die geplanten Sozialreformen demonstriert.

    Eine Menschenmenge in der Innenstadt von Erfurt, viele tragen DGB-Plakate oder Signalwesten.
    Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat in 15 Städten - hier in Erfurt - gegen die von der Bundesregierung geplanten Reformen im Sozialwesen demonstriert. (IMAGO / Paul-Philipp Braun / IMAGO / Paul-Philipp Braun)
    Allein in Nürnberg waren es laut Polizei zwischen 20.000 und 25.000 Menschen. Mehr als 10.000 waren es in Essen, Frankfurt am Main und Hannover. Auch in anderen Orten Deutschlands gab es Demonstrationen.
    Die DGB-Vorsitzende Fahimi sagte auf der Kundgebung in Essen, man lasse sich nicht einfach nehmen, was in vielen Jahren an sozialen Standards aufgebaut worden sei. Verdi-Chef Werneke warf der Regierungskoalition einen Angriff auf die Rechte der abhängig Beschäftigten vor.
    Kritik an dem DGB-Aktionstag kam von den Arbeitgebern. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Kampeter, warf den Gewerkschaften vor, zu fast jeder Veränderung Nein zu sagen. Demografie, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerb ließen sich aber nicht wegdemonstrieren.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.