Landesweiter Protestag
Zehntausende demonstrieren in Frankreich erneut für bessere Schulen

In Frankreich sind erneut zehntausende junge Menschen auf die Straße gegangen, um für bessere Lern- und Studienbedingungen zu demonstrieren.

    Schüler stehen vor dem Gymnasium "Helene Boucher" der Polizei gegenüber, während sie gegen die mangelnde Ausstattung der Schulen in Paris protestieren.
    Die Schulproteste in Frankreich gehen weiter. (Teresa Suarez/AP/dpa)
    Auf Protestmärschen und Kundgebungen in Paris und anderen Großstädten erhielten sie dabei auch Unterstützung von Bildungsgewerkschaften. Landesweit wurden nach Angaben des Bildungsministeriums mehr als 200 Gymnasien blockiert. Auch zahlreiche Universitäten mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen.
    Neben friedlichen Protestmärschen kam es in einigen Städten erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. In Lyon und Straßburg wurden Einsatzkräfte mit Gegenständen beworfen. Die Polizei setzte Tränengas ein.
    Der französische Premierminister Lecornu hatte bereits Verbesserungen der Lernbedingungen zugesagt, zusätzliche Finanzhilfen jedoch weitgehend ausgeschlossen. Schüler- und Studierendenverbände kündigten an, ihre Proteste auch nach den Herbstferien fortzusetzen.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.