Vorwurf der Volksverhetzung
Zehntausende Tonträger bei Rechtsrock-Razzia beschlagnahmt

Bei dem gestrigen Einsatz in der Rechtsrock-Szene haben Ermittler zehntausende Tonträger und Vermögenswerte von mehr als zwei Millionen Euro beschlagnahmt. Wie die Staatsanwaltschaft Rostock und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern mitteilten, wurden auch 130 sogenannte IT-Asservate sichergestellt.

    Man sieht von hinten mehrere Menschen, die Kapuzenpullis mit rechten Slogans tragen.
    Besucher eines Rechtsrock-Konzerts (Archivbild). (imago / Paul Sander / Paul Sander)
    IT-Asservate sind Beweismittel aus dem Bereich der Informationstechnik. Insgesamt beschlagnahmten die Ermittler 33.000 CDs, LPs und Kassetten. Bei der Razzia waren die Räume von vier Beschuldigten in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern durchsucht worden. Den Beschuldigten wird unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung vorgeworfen. Sie sollen spätestens seit 2020 Tonträger mit entsprechender Musik hergestellt und verkauft haben. Damit hätten sie eine "nationalsozialistische, antisemitische, rassistische und menschenverachtende Ideologie" verbreitet. Außerdem liefen Durchsuchungen in weiteren Bundesländern sowie in Estland, Italien, Polen und Tschechien. Insgesamt waren etwa 400 Polizisten an den Razzien beteiligt.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.