Medien
"Zeit" wehrt sich gegen Beschlagnahmung von Aufzeichnungen im Zusammenhang mit dem Block-Prozess

Nachdem das Hamburger Landgericht Tonaufnahmen einer Journalistin der Wochenzeitung "Die Zeit" sichergestellt hat, wird gegen die Justiz der Vorwurf eines Angriffs auf die Pressefreiheit erhoben.

    Hamburg: Das Helmut-Schmidt-Haus in Hamburg, in dem sich der Zeit Verlag befindet.
    Nach der Sicherstellung bei einer Journalistin von Interview-Aufnahmen mit den Kindern der wegen deren Entführung angeklagten deutschen Unternehmerin C. Block hat die "Zeit" Rechtsmittel gegen die Maßnahme eingelegt. (Ulrich Perrey/dpa)
    Bei den Tonaufnahmen handelt es sich um Interviews im Zusammenhang mit dem Prozess, in dem sich die Unternehmerin Christina Block wegen möglicher Kindesentführung verantworten muss.
    "Zeit"-Chefredakteur di Lorenzo sagte, die Darstellung des Landgerichts, wonach die Tonaufzeichnungen freiwillig ausgehändigt worden seien, sei grotesk. Die Redaktion sei stark unter Druck gesetzt worden. Kritik kam auch von Journalistenverbänden. Hamburgs Mediensenator Brosda, SPD, forderte eine rechtliche Klärung der Vorgänge. Die Pressefreiheit sei ein hohes Gut.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.