
Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn, einem Hochmoor, wütet seit dem Wochenende ein großer Waldbrand. Bereits 30 Quadratkilometer Fläche sind zerstört. Auch in Deutschland stehen immer wieder Moore in Flammen, wie 2018 mit einem wochenlangen Feuer im Emsland und zuletzt Mitte Juli im niedersächsischen Diepholz.
Brennende unterirdische Torfschichten
Bei Moorfeuern brennen die Torfschichten im Boden. Torf besteht aus alten Pflanzenteilen, die sich über die Jahre langsam zersetzen. Diese Schichten sind ideales Brennmaterial. Diese unterirdischen Schichten schwelen lediglich, weil nur wenig Sauerstoff zu ihnen vordringt. Erst starker Wind entfacht offen Flammen.
Schwelende Torfbrände sind daher schwer zu entdecken. Sie können sich ungesehen über weite Strecken weiterverbreiten. Anzeichen für solche Schwelbrände sind etwa glimmende Wurzeln oder Rauchwolken, die scheinbar aus dem Nichts aufsteigen.
Lange Beobachtung nötig
Feuerwehrleute stehen vor der Herausforderung, große Flächen über lange Zeit kontrollieren zu müssen. Scheinbar gelöschte Torfbrände können auch erst nach Wochen oder Monaten wieder aufflammen.
Begünstigt werden Moorbrände durch sehr trockene Pflanzen und Bäume. Das Bundesamt für Naturschutz und Umweltschutzorganisationen setzen sich dafür ein, trockengelegte Moore wieder zu vernässen.
Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
