
Die Rebellen waren seit vergangener Woche in die Provinzen Afar und Amhara im Nordwesten Äthiopiens vorgerückt. Die humanitäre Lage für die Menschen in Afar hat sich den Angaben zufolge durch die Regierungsoffensive nicht spürbar verbessert. Es gebe kaum Zugang zu Lebensmitteln, heißt es.
Die Spannungen zwischen der Regierung und den Behörden im nördlichen Bundesstaat Tigray hatten sich mit den neuerlichen Angriffen auf Afar und Amhara weiter verschärft. Zuletzt wurden zudem die diplomatischen Beziehungen zwischen Äthiopien und dem Nachbarland Eritrea abgebrochen.
Eritrea hatte sich Anfang der 90er Jahre nach einem drei Jahrzehnte dauernden Krieg von Äthiopien abgespalten und für unabhängig erklärt. Von 1998 bis 2000 führten die beiden Länder am Horn von Afrika Krieg. Rund 80.000 Menschen starben. 2018 schlossen beide Staaten ein Friedensabkommen. 2020 bis 2022 gab es Kämpfe im Bundestaat Tigry mit hunderttausenden Toten. Die äthiopische Regierung wirft Eritrea die Unterstützung von Rebellengruppen vor.
Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
