Archiv

Bundesparteitag in Riesa
AfD nimmt Begriff "Remigration" ins Wahlprogramm auf

Der AfD-Bundesparteitag hat den umstrittenen Begriff der "Remigration" offiziell ins Wahlprogramm aufgenommen.

    Mehrere Politiker der AfD sitzen beim Bundesparteitag in Riese. In der Mitte die Co-Vorsitzende Alice Weidel.
    Alice Weidel (M), Co-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin der AfD, beim Parteitag in Riesa. (IMAGO / Revierfoto / IMAGO / Revierfoto)
    Die Delegierten in Riesa stimmten dafür. Im Programmentwurf des Parteivorstands war der Begriff ursprünglich nicht enthalten gewesen. Kanzlerkandidatin Weidel betonte, die AfD wolle Rückführungen im großen Stil durchführen, wenn das dann Remigration heißen solle, dann heiße es eben Remigration. Der Extremismus-Experte Peter Neumann wertete die Entscheidung als "Radikalisierung pur". Remigration sei ein Begriff der Neuen Rechten aus den 70er Jahren, führte der Londoner Professor in den Sozialen Medien aus. Sie hätten damit die Parole "Ausländer raus" intelligenter klingen lassen wollen. Heutige Rechtsextreme verwendeten den Begriff Remigration auch für Deutsche, deren Herkunft oder Religion ihnen nicht passe, betonte Neumann.
    Gestern hatten die Delegierten wesentliche Punkte des Programms zur Bundestagswahl verabschiedet. Der Beschluss des gesamten Wahlprogramms ist für heute geplant.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.