Krieg in der Ukraine / Aktuelle Lage und Hintergründe


Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Hier finden Sie Analysen, aktuelle Berichte, Hintergründe und Interviews zum Thema.


Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Hier finden Sie Analysen, aktuelle Berichte, Hintergründe und Interviews zum Thema.

Nach dem Iran-Deal wollen die G7-Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj die stockenden Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang bringen. Und: Israel als Spielverderber im Libanon.

Das Höhlenkloster in Kiew hat nicht nur hohe Bedeutung für Kunst und Religion, es ist auch ein Symbol für die Identität der Ukraine. Eine Identität, die Russland vernichten will, auch durch gezielte Angriffe auf Kulturschätze.

Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj hat US-Präsident Trump Russland aufgefordert, ein Abkommen mit der Ukraine zu schließen. Die Chancen, dass Europa bei Gesprächen dabei ist, sind aber gering, so der Politologe Mangott.

Sie gilt als einer der wichtigsten Orte des orthodoxen Christentums: die Kathedrale des Höhlenklosters in Kiew. Seit 1990 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nun wurde es bei einem Angriff beschädigt, Ob das ein Zufall war, bleibt unklar.

Die 17-Jährigen Sascha und Alexandra suchen in einem Keller in der Ukraine Zuflucht - und nach Zündhölzern. Sie teilen Geschichten und Erinnerungen. Draußen eine kaputte Welt. Ein Text über Sinn- und Auswegslosigkeit, Krieg und zerstörte Seelen.

Malgorzata Ławrowska-von Thadden unterstützt ukrainische Museen dabei, Artefakte und Kunstwerke vor dem Krieg zu retten. Putin wolle die Nation auslöschen, sagt die Warschauer Museumsleiterin. "Deswegen spielt die Kultur eine enorm wichtige Rolle."

Russland verfügt zwar über mehr Drohnen und Raketen. Aber die Bilanz fällt für die Weltmacht nach fünf Jahren Krieg „sehr popelig“ aus, so Ex-General Hans-Lothar Domröse. Putin nehme einen fürchterlichen Blutzoll ohne Geländegewinne in Kauf.

Früher haben sich Menschen mit Steinen und Schwertern bekriegt, später kamen Bomben und Panzer. Die Kriege von heute werden mit billigen Drohnen geführt. Neue Waffen verändern jeden Krieg – und meistens werfen sie ethische Fragen auf.

Intelligente Drohnen, die nach einem Angriffsbefehl ihre Ziele selbstständig verfolgen und zerstören. Genau solche Waffen stellt das Unternehmen STARK Defence her. Seine Produkte sind gefragt, werfen aber auch kontroverse Fragen auf.

Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner fordert größere diplomatische Bemühungen im russischen Krieg gegen die Ukraine, um ihn zu beenden. Allerdings sei das Wirtschaftsforum in St. Petersburg als "Propagandaveranstaltung" nicht der richtige Ort dafür.

Klimakatastrophe, Kriege und Wiedererstarken autoritärer Ideologien – die Gegenwart trägt dystopische Züge. Und wir gehen shoppen, belegen Achtsamkeitsseminare oder schuften für die teure Miete. Können wir uns daran gewöhnen, in zwei Welten zu leben?

Die Ukrainer erleben in der Region Kiew schwere russische Angriffe. Bei der Großattacke setzte Moskau erneut die zerstörerische Mittelstreckenrakete Oreschnik ein, was europaweit auf Protest stößt. Auch das ARD-Studio in Kiew wurde beschädigt.

Israel und die USA führen Krieg gegen den Iran, um das Mullah-Regime zu stürzen. Trump interveniert in Venezuela. Putin versucht, die Ukraine zu erobern. Diese Aktionen sind völkerrechtswidrig. Wird das Völkerrecht der Macht des Stärkeren geopfert?

Abschreckung alleine genügt nicht, sagt NATO-Beraterin Florence Gaub. Sie erklärt, warum "strategische Empathie" gegenüber Putin wichtig ist, welche Szenarien bei der NATO tabu sind und wie eine militärische Eskalation in der Arktis zu vermeiden ist.

Um den EU-Beitritt zu beschleunigen, schlägt Kanzler Friedrich Merz einen Sonderstatus für die Ukraine vor. Ljudmyla Melnyk von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft begrüßt den Schritt. Sie rechnet aber trotzdem mit Kritik aus Kiew.

Nach vier Jahren Krieg gegen die Ukraine erfahren wir wenig, was in Russland passiert. Wer könnte Putin nachfolgen? Wie läuft der Alltag im größten Land der Erde? Das besprechen wir in dieser ersten Folge einer Reihe zum Leben in Russland.

Er war ein beliebter Schauspieler und kam ohne politische Erfahrung ins Amt. Seit dem russischen Angriff wird er von vielen wie ein Held gefeiert. In welchem Verhältnis steht die Ukraine heute zu Wolodymyr Selenskyj?

Kurz nach US-Präsident Trump besucht auch Kremlchef Putin China. Beim Treffen mit Staatschef Xi Jinping dürfte deutlich werden: Beide brauchen einander. Und: Wie der Kampf um die US-Wahlkreise die Bürgerrechtsbewegung in Alabama mobilisiert.

Nach der Krim-Annexion durch Russland wurde im lettischen Ādaži eine der ersten multinationalen NATO-Brigaden stationiert. Wie hat der Einsatz von 14 Nationen unter kanadischer Führung das Leben in der Kleinstadt verändert?

Russlands Krieg gegen die Ukraine hinterlässt massive Zerstörung. Der Wiederaufbau wird viele Milliarden kosten. Wird der Aggressor dafür zahlen? Die Geschichte zeigt: Reparationen stiften nicht immer Frieden.

Der Krieg gegen die Ukraine ist inzwischen auch für weite Teile der russischen Bevölkerung spürbar. Wladimir Putin sagt erstmals, der Krieg "neige sich dem Ende zu". Experten gehen davon aus, dass Putin und sein Regime zunehmend von Angst geprägt sind.

Putin spricht von einem nahen Ende des Ukraine-Krieges und bringt Ex-Kanzler Schröder als Vermittler ins Spiel. Journalist Jurij Durkot sieht darin den Versuch, die EU zu spalten und den Streit um „Frieden um jeden Preis“ anzuheizen.

In Russland herrscht Angst. Davon ist Politikwissenschaftler Manfred Sapper angesichts der Miniaturausgabe zur Parade am 9. Mai überzeugt. Neben ukrainischen Drohnenangriffen muss sich Präsident Putin um Risse in seiner Machtführung Sorgen machen.

Schweigen die Waffen über den “Tag des Sieges” in Russland und der Ukraine? Und warum hat Putin Todesangst und versteckt sich? Außerdem: Reicht das Kerosin für den Sommerurlaub? Und: Warum der Bundesrat die Entlastungsprämie für Arbeitnehmer stoppt.

Große Schlachten finden an der Frontlinie in der Ukraine kaum noch statt, meist sind nur noch kleine Einheiten mit drei bis fünf Soldaten in der sogenannten Todeszone unterwegs. Unterstützt werden sie von Drohnen und unbemannten Roboterfahrzeugen.

Donald Trump plant den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland. SPD-Politiker Ralf Stegner sieht die Sicherheit dadurch nicht gefährdet. Der Abzug zeige aber den Streit im westlichen Bündnis, sagt Stegner. Das dürfte vor allem einen freuen.

40 Jahre nach der Nuklearkatastrophe sichern immer noch Menschen den Unglücksort in Tschernobyl ab. Durch den Krieg mit Russland ist die Sperrzone in der Ukraine noch gefährlicher geworden. Tiere haben sich den Ort zurückerobert. Ein Besuch.

Die Ungarn haben ihren ultrarechten Regierungschef Viktor Orbán nach 16 Jahren abgewählt. Einst war er Vorbild für die europäische Rechte. Das Bild vom unaufhaltsamen Aufstieg hat Risse bekommen - aber ist die Bewegung der Rechtspopulisten am Ende?

Täglich greift das russische Militär ukrainische Städte an. Einige Kommunen installieren beim Wiederaufbau nun Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen. Die Regierung unterstützt die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung. Ums Klima geht es dabei weniger.

Die Welt wird derzeit regiert von Hinterhofschlägern und Mafiabossen, Technokraten und Tech-Autokraten. Viktor Jerofejew reagiert darauf mit einer polyphonen, kaleidoskopartigen „Romanfantasie“, aus der Wut und Verzweiflung sprechen.

Der Wahlsieg von Péter Magyar bringt Wandel über Ungarns Grenzen hinaus - galt doch Vorgänger Orbán als Gallionsfigur der Staaten, die der EU gerne Sand ins Getriebe streuen. Fließen nun blockierte Gelder an die Ukraine, findet Europa zu neuer Stärke?

Die Grünen fordern, stärker gegen die Öltransporte der russischen Schattenflotte in der Ostsee vorzugehen. Wie schwierig das ist, erläutert der Politologe Sascha Lohmann. Im Bundestag soll über mögliche Maßnahmen diskutiert werden.

An der Front ist eine viele Kilometer breite „Todeszone“ entstanden, in der Infanteristen kaum überleben können. Das ukrainische Militär hat Roboter entwickelt. Was können sie? Und: Warum die Beamten mehr Geld erhalten.

Nach dem Wahlsieg von Péter Magyar hofft die Ukraine, dass sie Ungarn als Bremsklotz los ist. Das Land braucht Geld und Waffen und will der EU beitreten. Doch gerade beim letzten Punkt ist noch nicht klar, wie Magyar dazu steht.

Hinter vielen Kriegen steckt wirtschaftliches Interesse, sagt die Journalistin Ulrike Herrmann. Da zeige sich an der Straße von Hormus, wo Öl und Gas zu Waffen werden. Diktatoren wie Putin führten Krieg, um von wirtschaftlichen Problemen abzulenken.

In der Ukraine hoffen vor allem die Menschen in Frontnähe, dass die angekündigte Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest hinweg hält. Aber es gibt die Sorge, dass die russische Armee sich umgruppiert und umso stärkere Angriffe für danach vorbereitet.

Seit mehr als einem Jahr gehen in Georgien Menschen auf die Straße: Sie protestieren gegen mutmaßlich manipulierte Wahlen. Viele Georgier sehnen sich nach Europa, doch Moskau zieht in der einstigen Sowjetrepublik noch immer die Strippen.

Gutes Geld auf dem Bau oder bei einer Sicherheitsfirma: Unter falschem Vorwand wirbt Russland junge Männer in Uganda und anderen afrikanischen Ländern für seinen Krieg gegen die Ukraine an. Hunderte sollen bereits im Kampf gefallen sein.

Der Iran-Krieg hat schon einen Gewinner: Wladimir Putin. Denn Trumps angeblicher "Ausflug" im Nahen Osten begünstigt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine - zum Beispiel, weil Russlands Öl-Einnahmen stark steigen. Lässt Trump Putin jetzt freie Hand?

Vom Kurs abgekommene ukrainische Drohnen sind in den Luftraum von Estland, Lettland und Litauen eingedrungen und abgestürzt. Verletzte oder größere Schäden gab es nicht. Die Drohnen waren Teil eines Angriffs der Ukraine auf zwei russische Hafenstädte.

Russland und China geben sich als enge Verbündete. Doch in Zentralasien zeigt China ein anderes Gesicht und baut seinen Einfluss aus - auf Kosten Russlands. Das hat seine Rolle in den früheren Sowjetstaaten mit dem Angriff auf die Ukraine geschwächt.

Die Sicherheitspolitik bewegt sich in eine falsche Richtung, sagt Politikwissenschaftler Johannes Varwick. Statt einer rationalen Bedrohungsanalyse herrsche Alarmismus. In einer "Aufrüstungs-Orgie" versuche man, den Problemen dieser Welt zu begegnen.

Die Sicherheitslage hat sich mit Russlands Angriff auf die Ukraine verändert. Daher hat der Bundestag die Schuldenbremse gelockert, um die Ausgaben für Aufrüstung zu erhöhen. Doch wie sieht eine verteidigungsfähige deutsche Armee eigentlich aus?

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist das Enfant terrible der EU: Mit seinem slowakischen Amtskollegen Fico blockiert er einmal mehr wichtige Hilfen für die Ukraine. Die EU steht da wie ein Papiertiger. Was tun?

Um internationale Sanktionen zu umgehen, baut Russland seit 2022 eine Schattenflotte von Öltankern auf. Aus dem Ölverkauf fließen Milliarden in die russische Kriegskasse. Damit einher gehen auch Umweltrisiken, Sabotage- und Spionageangriffe.

Nataliia Fiebrigs Organisation "Ukraine2Power" hilft, die Infrastruktur des Landes wiederaufzubauen. Aber auch im Kleinen leistet sie Großes und versorgt Menschen vor Ort mit Thermoskannen, Campingkochern, Powerbanks und Wärmepflastern.

Am 24. Februar 2022 erhält Peter Sawicki einen Anruf der DLF-Chefredaktion: Russland hat die gesamte Ukraine angegriffen. Seither berichtet er über den Krieg, ist viele Male in die Ukraine gefahren. Wie blickt er auf die Menschen und das Land?

Vier Jahre herrscht nun schon Krieg in der gesamten Ukraine. In den besetzten Gebieten erziehen die russischen Besatzungsbehörden ukrainische Kinder konsequent um. Und: Nach der Tötung von “El Mencho” eskaliert die Bandengewalt in Mexiko.

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion pocht Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius auf weitere Unterstützung für die Ukraine. Russland sei in einer zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Situation. Jetzt müsse man erst recht Kurs halten.

Trauer um den Vater, Kälte, Luftalarm: Janine Lietmeyer vom Kinderhilfswerk World Vision warnt vor den Langzeitfolgen für ukrainische Kinder. Viele müssen von Stadt zu Stadt ziehen und können nicht zur Schule gehen. Lietmeyer bewundert deren Resilienz.

Russland muss keine Panzer durch Warschau rollen lassen oder London bombardieren, um Europa zu destabilisieren, sagt die Politologin Jana Puglierin. Selbst manche europäische Regierungschefs hätten die Taktik des Kreml noch nicht durchschaut.

Sprache, Kultur, Geschichte: Integrationskurse sollen das Ankommen in Deutschland erleichtern. Doch das Innenministerium will hier sparen, Zugang zu Arbeit soll es hingegen schneller geben. Kritiker warnen, dass die Rechnung nicht aufgehen wird.

Über 100 deutsche Unternehmen machen noch immer Geschäfte in Russland, kritisiert Oleksij Makejew, Botschafter der Ukraine in Deutschland. Sie verdienten weiterhin Geld – und finanzierten mit ihren Steuern Raketen, Bomben und die russische Armee.

Der Autor Serhij Zhadan und der Historiker Karl Schlögel sind beide Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. In Berlin sprechen sie über die Folgen des Kriegs in der Ukraine, die in Zhadans Heimatstadt Charkiw besonders verheerend sind.

Ist Putin bereit, von seinen Forderungen abzurücken? Welche Mittel können Russland unter Druck setzen? Darüber diskutieren Roderich Kiesewetter (CDU), Friedensforscher Jonas Driedger, Özlem Demirel (Die Linke) und die Ukrainerin Olena Tkatschuk.

Beim Krieg gegen die Ukraine geht es Russland nicht nur um Landnahme. Die Menschen in den besetzten Gebieten sollen auch zu patriotischen Russen werden. Alles Ukrainische soll verschwinden. Die Indoktrination fängt schon bei Kindern an.

SPD und CDU wollen Social Media für Teenager verbieten. Studien zeigen schließlich, wie gefährlich Tiktok, Insta und Co. sind. Aber regulieren solche Verbote die Richtigen? Oder kapituliert die Politik vor den Konzernen? Und: Die Ukraine erobert so viel Land zurück wie seit Jahren nicht.

Die russischen Besatzer kamen bei der Invasion 2022 mit frisch gedruckten Schulbüchern, erzählen geflüchtete ukrainische Lehrerinnen. Rund 20 Prozent der Ukraine hält Russland heute besetzt. Indoktriniert werden nun vor allem Kinder und Jugendliche.

Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung: Nur mit diesem Dreiklang lässt sich Sicherheit nachhaltig gestalten, sagt Entwicklungsministerin Alabali Radovan. Entwicklungspolitik diene nicht nur der Krisenprävention, sondern sei ein Stabilitätsfaktor.

Die Weltordnung ist zerfallen, sagt der Kanzler in München. Zur selben Zeit sitzen Schüler im Südosten der Ukraine im Keller und freuen sich, dass sie zumindest lernen können. Alltag in Frontnähe. Und: Warum Trump Klimagase nicht mehr schädlich findet.

Der Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch will einen Helm zum Gedenken an 24 gefallene Ukrainer tragen. Das entfacht die Debatte neu, wie politisch Olympia sein darf. Das IOC drücke sich vor Entscheidungen, kritisiert Politologe Peter Filzmaier.

Bei ihrem Besuch in Kiew begegnet Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt einer großen Müdigkeit und Verzweiflung der Menschen. Sie fordert mehr humanitäre und militärische Hilfe angesichts andauernder russischer Angriffe im vierten Kriegswinter.

Wie denken die Russen über den Krieg in der Ukraine? Wenn es jemand weiß, dann ist es Lew Gudkow. Der Soziologe beschreibt ein Land, das verängstigt ist und dennoch an Putin glaubt - und das weder mit der Ukraine noch den eigenen Soldaten mitfühlt.

70 Prozent der Russen sind kriegsmüde. Sie wünschen sich eine zügige Kapitulation der Ukraine zu Putins Konditionen. So Lew Gudkow, Leiter des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts Lewada. Es fehle an Mitgefühl für die Menschen dort.

Unbemannte Flugobjekte statt Panzer: Der russische Angriff in der Ukraine ist zum ersten Drohnenkrieg der Geschichte geworden, bei dem Algorithmen zunehmend die Regie übernehmen. Die Entwicklung verläuft rasend schnell - mit ungewissem Ausgang.

Sollte es bei den Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi nicht bald Fortschritte geben, könnten sich die USA als Vermittler zurückziehen, so der Politologe Gerhard Mangott. Nur die Amerikaner könnten Moskau unter Druck bringen.

Die fetten Jahre der Sowjetunion waren kurz, trotzdem denken manche Russen heute nostalgisch daran zurück. 1991 fiel das Imperium in sich zusammen – es folgten Chaos und Demokratieversuche. Was bleibt, ist ein sowjetischer Phantomschmerz.

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine bereiten sich die etwa 9.000 Esten auf der Insel Hiiumaa darauf vor, wie sie auf mögliche Bedrohungen durch Russland reagieren werden. Im Ostseeraum könnte Russlands nächster Krieg beginnen.

Es ist der politische Aufreger der Olympischen Winterspiele: Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch wurde vom Wettkampf ausgeschlossen. Er wollte mit einem Helm antreten, auf dem im Krieg getötete ukrainische Sportler abgebildet sind.

Seit 2014 hat Russland aus besetzten Gebieten der Ukraine Tausende Kinder deportiert und zwangsumgesiedelt. Ukrainische Menschenrechtsorganisationen versuchen, sie zu finden und wieder mit ihren Familien zusammenzubringen.

Die russischsprachige Community in Deutschland sieht sich mit vielen Vorurteilen konfrontiert: Sie gilt vielen als kremltreu und politisch unsensibel. Dabei ist die Community alles andere als homogen - auch in ihrer Haltung zum Krieg in der Ukraine.

In Abu Dhabi stehen trilaterale Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA an. Osteuropaexperte Stefan Meister glaubt nicht an ein schnelles Ende des Krieges. Dazu fehlten substantielle Sicherheitsgarantien der USA.

Erneut hat US-Präsident Trump die bestehende Weltordnung beim Weltwirtschaftsforum infrage gestellt. Deshalb braucht die EU eine klare Strategie, fordert Außenpolitikexperte Christoph von Marschall. Europas Schicksalsfrage sei der Ukraine-Krieg.

Mit Aussicht auf einen Job gehen viele junge Menschen von Afrika nach Russland. Dort werden sie genötigt, Drohnen für den Ukraine-Krieg zu produzieren oder sie müssen an die Front. Einige afrikanische Länder unterstützen offenbar die Rekrutierungen.

Die Sorge in Kiew wächst, dass der Ukraine-Krieg an Aufmerksamkeit verliert. Die Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft fordert: Die Ukraine müsse in die europäische Sicherheitsarchitektur integriert werden.

Freiheit und Demokratie sind weltweit unter Druck. In Europa ist Krieg, Nationalismus erstarkt und der Einfluss von Tech-Oligarchen wächst. Ist die Stärke des Rechts dem Recht des Stärkeren noch gewachsen? Wie steht es um die Freiheit?

Frieden und Freiheit müssen verteidigt werden, sagt Bernhard Felmberg, evangelischer Militärbischof der Bundeswehr. Eine rechtserhaltende Gewalt und die Selbstverteidigung sei auch aus der Perspektive des Christen legitim. (Erstsendung 3.1.26)

Russland hat seit 2014 zehntausende Kinder aus den besetzten Teilen der Ukraine zwangsumgesiedelt und "umerzogen". Die Juristin Kateryna Rashevska arbeitet daran, solche Verschleppungen zu dokumentieren und die Täter vor Gericht zu bringen.

Wie kann das Militär der Ukraine die russische Armee abwehren? Unter anderem mit dem Einsatz von Bodenrobotern, die Material und Verletzte transportieren. Eine große Hilfe, denn die Soldaten agieren in einer von Drohnen beherrschten „Todeszone“.

Europa braucht mehr Einigkeit. Dies sei angesichts der Aggression und Aufrüstung Russlands notwendig, mahnt Mustafa Nayyem. So könnten sich konkurrierende Rüstungsfirmen katastrophal auswirken, sagt der Ex-Leiter der ukrainischen Wiederaufbauagentur.

Trump droht, Grönland zu annektieren. Was ist, wenn er ernst macht? Welche Hebel hat Europa? Und: Diskussion um deutsche Truppen in der Ukraine. Außerdem: Im Südwesten von Berlin gehen wieder die Lichter an – jetzt beginnt die Diskussion über Konsequenzen.

Der Bundeskanzler legt sich bei der Rolle der Bundeswehr in der Ukraine nach einem Waffenstillstand nicht fest. Für Politologin Claudia Major ist ohnehin eine andere Frage entscheidend: Wie lässt sich Russland überhaupt zu einem solchen bewegen?

Die Menschen in der Ukraine haben mit Herausforderungen von außen und von innen zu kämpfen: mit dem Krieg Russlands gegen ihr Land, aber auch mit den vielleicht größten Korruptionsskandalen der Geschichte im Land. Was macht das mit ihnen?

Russlands Staatsmedien feiern die Wiedereröffnung des Theaters in Mariupol. Sie leugnen, dass es 2022 bei einem russischen Luftangriff zerstört wurde. Hinter der Fassade von Nationalismus bleibt die Erinnerung an ein mutmaßliches Kriegsverbrechen.

Karl Schlögel erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2025. Schon früh warnte der Historiker vor der aggressiven Expansionspolitik Putins. Die Krim-Annexion brachte Schlögel dazu, sich intensiv mit der Geschichte der Ukraine zu beschäftigen. (Erstsendung 19.10.25)

Der Satiriker Jacques Tilly wurde 2025 ein Fall für die russische Justiz. Grund ist ein Karnevalswagen, der Putin im Blutbad zeigt. Tilly sagte im Dezember, Satire sei eine humane Waffe – und offenbar wirkungsvoll genug, dass Autokraten sie fürchten.

Mehrfach hat der russische Präsident Europa gedroht. Das müsse man ernst nehmen, rät Menschenrechtsaktivistin Irina Scherbakowa. Sie bezeichnet Putin als das Böse und erkennt bei ihm „absolute Empathielosigkeit“. Für ihn spielten Menschen keine Rolle.

Europa wird die Ukraine unterstützen, auch wenn die USA sich zurückziehen: Mit zunächst 90 Milliarden Euro. Doch das allein reicht nicht. Kann das Engagement der EU die Unterstützung der USA dauerhaft ersetzen?

Die EU gewährt der Ukraine einen Kredit über 90 Milliarden Euro. Kanzler Merz und andere Regierungschefs wollten dafür russische Vermögenswerte nutzen. Das scheiterte. Ein Gesichtsverlust? Und: Wie Putin bei seiner jährlichen TV-Show die Welt erklärt.

Der Ukraine droht die Pleite im kommenden Jahr. Nun gelang es den Europäern, sich auf einen Kredit für das angegriffene Land zu verständigen - mit den eingefrorenen russischen Geldern als langfristige Quelle für die Tilgung.

Die EU hat sich auf einen Kredit von 90 Milliarden Euro für die Ukraine geeinigt. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, kritisiert die Art, wie der Kompromiss zustande kam. Moskau nehme die EU dadurch nicht ernst.

Rund 5000 Bundeswehrsoldaten werden bis 2027 in Litauen stationiert. Sie sollen als Teil der NATO Russland abschrecken. In Litauen freut man sich über die Deutschen - aber es gibt Zweifel an den militärischen Fähigkeiten.

Die EU berät darüber, eingefrorenes russisches Staatsvermögen für die Ukraine zu nutzen. Das könnte Folgen für die Glaubwürdigkeit des Finanzstandortes EU haben, warnt Politik- und Ökonomieexperte Alexander Libmann.

Beim anstehenden EU-Gipfel geht es vor allem um die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist zuversichtlich, dass sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Kompromiss einigen werden.

Das Ringen um das Schicksal der Ukraine bestimmt diese Woche. Dabei versucht Europa in eine stärkere Position zu kommen: zwischen Russland, das mit Gewalt Grenzen verschieben will, und US-Präsident Trump, der gerade die Freundschaft aufgekündigt hat.

Friedrich Merz hatte eingeladen. Das Ziel der Europäer: eine Rolle spielen. Am Ende steht nun die Zusage für eine “multinationale Truppe” für die Ukraine. Was bedeutet das? Und: Donald Trump verklagt die BBC auf zehn Milliarden US-Dollar.

Deutschland hat jetzt eine spezialisierte Polizeieinheit zur Abwehr von Drohnen. Doch die ist längst nicht für alle Vorfälle mit Drohnen zuständig. Wechselnde Zuständigkeiten von Polizei und Bundeswehr erschweren die Drohnenabwehr.

In Kiew überwiegen kritische Reaktionen auf die Berliner Gespräche über eine Waffenruhe in der Ukraine. Auch bei Präsident Selenskyj war die Skepsis erkennbar trotz lobender Worte für den Gesprächsprozess. Knackpunkt bleiben die Sicherheitsgarantien.

Die USA verhandeln in Berlin mit dem Ukrainer Selenskyj, aber ohne die Russen. Wo zieht die Ukraine rote Linien, und ist Berlin nur Bühne? Und: Die deutschen Handball-Frauen sind Vize-Weltmeisterinnen. Das könnte dem Sport mehr Sichtbarkeit bringen.

Im Kanzleramt treffen sich Spitzenvertreter zu Gesprächen über den Ukrainekrieg. Sicherheitsexperte Nico Lange kritisiert, Europa müsse den Druck erhöhen. Die entscheidende Frage sei, wie man Russland endlich an den Verhandlungstisch zwingen könne.