Bundesregierung / Aktuelle Berichte und Hintergründe


Friedrich Merz ist der zehnte deutsche Bundeskanzler und führt eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.


Friedrich Merz ist der zehnte deutsche Bundeskanzler und führt eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.

Eigentlich wollte das Bundesumweltministerium bis 2031 ein Endlager für radioaktiven Abfall gefunden haben. Doch nach Recherchen des Deutschlandfunks wurde diese Zeitmarke aus einem Gesetzentwurf entfernt. Begründung: Das Ziel ist nicht realistisch.

Kanzler Friedrich Merz trifft US-Präsident Donald Trump in Washington. Bei den Gesprächen müsse er Fragen des Völkerrechts ansprechen, sagt SPD-Politiker Rolf Mützenich. Insbesondere solle Merz aber eine Feuerpause anregen.

Ökonomin Claudia Kemfert sieht die Reformpläne zum Erneuerbare-Energien-Gesetz kritisch. Wird die Einspeisevergütung gestoppt, könnte es weniger private Solaranlagen geben. "Wir brauchen alle Dächer", sagt Kemfert, denn Flächen seien knapp.

Nach Einschätzung von Außenminister Johann Wadephul (CDU) könnte der US-israelische Krieg gegen den Iran auch Deutschland und Europa betreffen. Die Soldaten der Bundeswehr wären bereit für defensive Maßnahmen, aber darüber hinaus sei nichts geplant.

Gesundheitsministerin Warken (CDU) will Fehlsteuerungen, Fehlanreize und Doppelvergütungen im Gesundheitssystem verringern. „Das wird natürlich am Ende zu harten Einschnitten führen“, sagt sie. Leistungen sollen davon aber nicht betroffen sein.

Mit 500 Milliarden Euro zusätzlichen Schulden wollte der Bundestag Infrastruktur und Klimaschutz voranbringen. Doch kommt das Geld an, wo es gebraucht wird? Der Ökonom Carl Mühlbach sieht erste positive Effekte - auch zur Belebung der Wirtschaft.

Eingesperrt, weil sie Schutz suchen? Asylbewerber, für die ein anderer EU-Staat zuständig ist, können bald in speziellen Zentren festgehalten werden. Pro Asyl kritisiert diese deutsche Umsetzung der EU-Reform GEAS als "menschrechtlichen Rückschritt".

Um die Infrastruktur schneller auszubauen, soll die Überprüfbarkeit durch Umweltverbände eingeschränkt werden, kritisiert Henrike Lindemann von Green Legal Impact. Die Hauptgründe für Verzögerungen solcher Projekte lägen jedoch bei den Behörden.

Eigentlich sollten die Zahlungen an die Kirche per Grundgesetz lange abgeschafft worden sein. Zuletzt scheiterte die Ampelkoalition mit einem Versuch. Doch warum haben die Bundesländer kein Interesse daran? Und was hat das alles mit Napoleon zu tun?

Geschätzte 100 Milliarden Euro setzt die Organisierte Kriminalität pro Jahr in Deutschland um. Jetzt hat die Bundesregierung einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem die überfällige Beweislastumkehr eingeführt wird, wie Sebastian Fiedler (SPD) erklärt.

Die schwarz-rote Koalition hat sich auf Eckpunkte für ein neues Heizungsgesetz geeinigt. Unter anderem soll die umstrittene 65-Prozent-Regel abgeschafft werden. Was heißt das für den Klimaschutz? Wird Heizen für Mieterinnen und Mieter teurer?

Kinder, Arbeit, Haushalt: Alles unter einen Hut zu bringen, soll bald leichter werden. Eltern dürften sich auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ihrer Kinder freuen. Er soll zunächst für Erstklässler gelten. Doch klappt das alles wie geplant?

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion pocht Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius auf weitere Unterstützung für die Ukraine. Russland sei in einer zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Situation. Jetzt müsse man erst recht Kurs halten.

Sprache, Kultur, Geschichte: Integrationskurse sollen das Ankommen in Deutschland erleichtern. Doch das Innenministerium will hier sparen, Zugang zu Arbeit soll es hingegen schneller geben. Kritiker warnen, dass die Rechnung nicht aufgehen wird.

Drei Millionen veröffentlichte Seiten und trotzdem sind zum ganzen Ausmaß des Epstein-Skandals noch viele Fragen offen. Zum Beispiel die nach möglichen Verbindungen Epsteins nach Deutschland. Und: Was steht beim CDU-Parteitag auf der Agenda?

Das Projekt FCAS sollte ein Meilenstein für die Kooperation der europäischen Rüstungsindustrie werden. Doch jetzt droht das Projekt an industriepolitischen Differenzen zwischen Frankreich und Deutschland zu zerbrechen.

Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung: Nur mit diesem Dreiklang lässt sich Sicherheit nachhaltig gestalten, sagt Entwicklungsministerin Alabali Radovan. Entwicklungspolitik diene nicht nur der Krisenprävention, sondern sei ein Stabilitätsfaktor.

Umweltminister Schneider (SPD) kritisiert den Rückbau von Klimaschutzmaßnahmen in den USA. Washington gehe es vor allem darum, Öl- und Gas-Geschäfte zu machen. Deutschland stehe zum Klimaschutz und setze auf Technologien und Innovation.

Bundeskanzler Merz hat bekräftigt, dass er die Altersvorsorge umfassend reformieren will – neben Betriebsrenten sollen private Vorsorgesysteme mit Aktien wichtiger werden. Dafür gibt es gute Argumente, doch das Konzept birgt auch Risiken.

Vor einigen Jahren hielt Hedwig Richter das Ende der liberalen Demokratie in ihrem Bestseller "Demokratie. Eine deutsche Affäre" für unwahrscheinlich. Jetzt ist sie skeptischer. "Aber Resignation ist keine Option", sagt die Historikerin.

Die SPD hätte gute Chancen, wenn sie stärker als moderne Arbeitnehmerpartei aufträte, sagt Politologe Karl-Rudolf Korte. Stattdessen verliere sie sich in internen Debatten und laufe Gefahr, bedeutungslos zu werden.

Tech-Konzerne wie Microsoft sind mächtig, doch ein Großteil der deutschen Ministerien und Behörden nutzt die Software. Das macht verwundbar, glauben viele. Bundesregierung und erste Bundesländer setzen deshalb zunehmend auf den offenen Quellcode.

Agenten künstlicher Intelligenz erledigen selbstständig Arbeiten, tätigen Geschäftsabschlüsse, kennen Konto- und Logindaten. Experte Antonio Krüger warnt vor erheblichen Risiken. Er fordert ein Sicherheitsinstitut, dass Politiker zur KI berät.

Weniger "Lifestyle-Teilzeit", mehr Arbeiten - anders "werden wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten können", sagt Kanzler Merz. Arbeiten die Deutschen wirklich zu wenig? "Nein", sagt Anne Zerr (Linke). Thorsten Alsleben (CDU) widerspricht.

Beihilfe zum Suizid ist erlaubt, doch verbindliche Regeln fehlen. Im Bundestag wird fraktionsübergreifend über eine Gesetzesvorlage beraten. Soll der Staat einen sicheren Freitod ermöglichen oder Grenzen setzen, um Missbrauch zu verhindern?

Das Bundesverfassungsgericht muss entscheiden, ob sich die Bundesländer bei der Festlegung des Rundfunkbeitrags rechtswidrig verhalten haben. ARD und ZDF wollen eine Erhöhung von 18,36 Euro auf 18,94 pro Monat haben. Warum es um mehr als nur Geld geht.

Die Frauen-Union will auch Frauen zum Ausfüllen des Wehrdienst-Fragebogens verpflichten. Die SPD-Frauen lehnen Zwang ab. Eine Pflicht sei erst vorstellbar, wenn andere Ungleichbehandlungen nicht mehr existierten, so Carmen Wegge (SPD).

Cyberattacken, Drohnenangriffe, Stromausfälle: Schwarz-Rot will Deutschlands Kritische Infrastruktur sicherer machen. Klappt das mit dem neuen "KRITIS-Dachgesetz"? Und: Warum ein schwacher Dollar zu Trumps Plan gehören könnte.

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang des Jahres wurden Forderungen nach einem besseren Schutz der kritischen Infrastruktur laut. Der Bundestag hat jetzt ein entsprechendes Gesetz erlassen.

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern. 2026 werden fünf Landesparlamente neu gewählt. Vor allem die Wahlen im Osten könnten weitreichende Folgen für die ganze Republik haben.

Die Außenpolitik des US-Präsidenten wirkt erratisch, aggressiv und unlogisch. Im Streit um Grönland sind Strafzölle vom Tisch und eine Lösung scheint in Sicht, ist aber noch nicht sicher. Wie einig ist Europa und welche Mittel hat es, sich zu wehren?

Der Bundesnachrichtendienst steht wohl vor der größten Reform seiner Geschichte. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass er künftig Sabotage betreiben und Wohnungen verwanzen darf. Was bekannt ist – und welche Bedenken es gibt.

Neue wasserstofffähige Gaskraftwerke sollen als Backup die Energieversorgung sichern und in dieser Funktion die äußerst klimaschädlichen Kohlemeiler ersetzen. Kritiker sehen die Pläne als Ausbremsung umweltfreundlicherer Alternativen.

Frieden und Freiheit müssen verteidigt werden, sagt Bernhard Felmberg, evangelischer Militärbischof der Bundeswehr. Eine rechtserhaltende Gewalt und die Selbstverteidigung sei auch aus der Perspektive des Christen legitim. (Erstsendung 3.1.26)

Der BND steht wohl vor der wichtigsten Reform seiner Geschichte. Ein Gesetzesentwurf aus dem Kanzleramt sieht vor, dass er künftig auch aktiv operativ tätig werden darf, beispielsweise durch Sabotageaktionen. Wie weit aber dürfen Geheimdienste gehen?

Die Bundesregierung unternimmt einen neuen Vorstoß zur Vorratsdatenspeicherung. Im Kontext von EU-Regeln droht mit der geplanten IP-Adressdatenspeicherung der "gläserne Bürger", warnt Klaus Landefeld vom eco-Verband der Internetwirtschaft.

Um die Rente finanzierbar zu halten, sollen Rentner länger arbeiten, so die Idee der Regierung. Doch die bereits jetzt herrschende Altersdiskriminierung macht aus den Plänen eine Rentenkürzung. Besser wären feste Vorgaben, auch Ältere einzustellen.

Nach dem US-Angriff auf Venezuela fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Transparenz. Die USA müssten die rechtliche Basis für ihr Vorgehen darlegen. Die „außerordentlich komplexe“ Lage müsse bei der Bewertung berücksichtigt werden.

Auch ohne Ampel sind die Umfragewerte der aktuellen Regierung im Keller. Die Stimmung in der Bevölkerung ist es auch, während die AfD sich über ihre Beliebtheitswerte freut. Trotzdem war 2025 nicht alles schlecht. Eine Bilanz.

Wer zumutbare Arbeit wiederholt verweigert, muss laut CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann mit der Streichung von Leistungen rechnen. Er beruft sich auf ein Verfassungsgerichtsurteil von 2019. Derzeit erhalten 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld.

Deutschland hat jetzt eine spezialisierte Polizeieinheit zur Abwehr von Drohnen. Doch die ist längst nicht für alle Vorfälle mit Drohnen zuständig. Wechselnde Zuständigkeiten von Polizei und Bundeswehr erschweren die Drohnenabwehr.

Die USA verhandeln in Berlin mit dem Ukrainer Selenskyj, aber ohne die Russen. Wo zieht die Ukraine rote Linien, und ist Berlin nur Bühne? Und: Die deutschen Handball-Frauen sind Vize-Weltmeisterinnen. Das könnte dem Sport mehr Sichtbarkeit bringen.

In Berlin wird über einen Frieden in der Ukraine verhandelt. So ernsthaft wie derzeit seien die Beratungen noch nie geführt worden, so Bundesaußenminister Johann Wadephul. Er betonte, die Europäer spielten bei den Bemühungen eine entscheidende Rolle.

Es wird weiter um einen Friedensplan für die Ukraine gerungen. In Berlin trafen sich am Sonntag Präsident Wolodymyr Selenskyj und eine US-Delegation mit Steve Witkoff. Die Gespräche sollen mit weiteren EU-Staats- und Regierungschefs fortgesetzt werden.

Die Politik muss die Wirtschaft dazu verpflichten, sich systematisch neue Lieferketten zu suchen. Europa braucht Unabhängigkeit von China - nicht nur in Sachen Seltene Erden. Es geht auch um andere Güter des täglichen Bedarfs.

Gesundheitsministerin Warken (CDU) hat mit den Ländern Szenarien für eine Pflegereform vorgelegt. Das Papier steht in der Kritik. Laut Ministerin soll die Reform Anfang 2027 in Kraft treten. Bis dahin bleibt noch viel zu tun.

Die Lage der deutschen Wirtschaft ist finster, sagt Clemens Fuest vom ifo-Institut. Private Investitionen und Produktion sinken. Geld für Infrastruktur und Verteidigung fließt langsam, viel geht in den Schuldenabbau. Doch Reformen werden nicht angegangen.

Die Regierung meint: Schnelles Bauen für funktionierende Infrastruktur geht nicht mit deutschem Umweltschutz. Sie will die Standards senken. Wo liegen die Probleme? Und: Die Regierung in Bulgarien tritt zurück - warum die Menschen trotzdem weiter wütend sind.

Die Politik will die Pendlerpauschale ab 2026 deutlich erhöhen. Doch Kritiker warnen vor Ungerechtigkeiten, klimapolitischen Rückschritten und Milliardenlöchern. Was steckt hinter der Reform – und ist die Pendlerpauschale noch zeitgemäß?

Bisher hat die Bundesregierung selbst das Geschaffte immer wieder zerredet, sagt die Politologin Sabine Kropp. Der Kommunikations- und Verhandlungsstil, in dem man sich wechselseitig Autorität abgräbt, schadet dem Bild in der Öffentlichkeit.

Die Krankenkassen haben laut ihrem Spitzenverband ein Ausgabenproblem. Das liegt an vielen Arztbesuchen und Krankenhausbetten, sagt der Vorsitzende Oliver Blatt. Nur eine Strukturreform könne das Problem lösen, das geplante Sparpaket reicht nicht.

Die Reise nach China war ein Balanceakt für Außenminister Wadephul. Wie mit der Supermacht umgehen, die ihre wirtschaftliche Stärke als Druckmittel einsetzt? Und: Der ukrainische Präsident ist zu Wahlen bereit, mitten im Krieg. Was steckt dahinter?

Zwar betonte Kanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch in Israel die besondere Partnerschaft zwischen beiden Ländern. Das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza habe Deutschland jedoch in ein Dilemma geführt. Auch andere Differenzen wurden deutlich.

Die Bundesregierung plant eine Reform der privaten Altersvorsorge: einfacher, flexibler, mit staatlicher Förderung je nach Risiko und Einkommen. Zusätzlich soll eine Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche eingeführt werden.

Mit dem Ausgang der Abstimmung über das Rentenpaket ist Alexander Hoffmann, CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, zufrieden. Er geht aber davon aus, dass solche Vorgänge angesichts der knappen Mehrheit in der Koalition jetzt öfter ins Haus stehen.

Bei der Abstimmung zum Rentenpaket steht für die Bundesregierung viel auf dem Spiel. Bundeskanzler Merz gibt sich zuversichtlich – doch falls es zu viele Abweichler geben sollte, wird einer seiner Gefolgsleute wohl nicht mehr zu halten sein.

Es gibt auch andere Branchen in Deutschland, die eine Krise durchmachen, sagt die Ökonomin Dominika Langenmayr – mit welchen Recht wird nur die Gastronomie entlastet, fragt sie. Im Übrigen sei auch nicht die gesamte Branche in der Krise.

Ob das Rentenpaket der Bundesregierung am 5. Dezember im Bundestag eine Mehrheit bekommt, ist weiter unsicher. Bei der Probeabstimmung der CDU/CSU-Fraktion gab es mehrere Nein-Stimmen. Die Unions-Spitze hat den Abweichlern nun ein Ultimatum gestellt.

Der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck warnt vor synthetischen Drogen. Immer gefährlichere Opiode kommen auf den Markt. Die können schnell tödlich sein. Nun soll ein Pilotprojekt des Gesundheitsministeriums frühzeitig vor der Gefahr warnen.

Die schwarz-rote Koalition will das geplante Rentenpaket trotz Kritik dem Parlament vorlegen. Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke geht davon aus, dass auch die Junge Gruppe der Union zustimmen wird, um die Koalition nicht platzen zu lassen.

In Berlin haben die Spitzen von Union und SPD ihre Beratungen im Koalitionsausschuss abgeschlossen. In den Gesprächen ging es auch um das umstrittene Rentenpaket. Ergebnisse sollen heute in einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Das drängendste Thema im Koalitionsausschuss an diesem Donnerstag wird das Rentenpaket sein. Für die Ökonomin Veronika Grimm geht die Reform in die falsche Richtung. Die Ausgaben seien zu hoch. Sie würde eher am Renteneintrittsalter schrauben.

Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, Cybergrooming: Die EU will ein Social-Media-Verbot für Kinder. Ist das Schutz oder der Entzug digitaler Teilhabe? Und: Die Generaldebatte im Bundestag - Koalition unter Dauerfeuer.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer überträgt seine umstrittenen Verlagsanteile an einen Treuhänder. Der Hauptvorwurf an ihm aber bleibt: die Vermischung wirtschaftlicher Interessen mit seinem politischen Amt. Die Debatte um seine Person geht weiter.

Etwa 1.800 frühere Ortskräfte aus Afghanistan warten in Pakistan auf ihre Einreise nach Deutschland. Deutschland trage Verantwortung für sie, sagt Marcel Emmerich. Der Bundesinnenminister drücke sich vor der Rechtsverbindlichkeit. Die Zeit dränge.

Strukturreformen müssen jetzt fixiert werden, sonst wird der Haushalt 2027 ein Problem, fordert CDU-Politiker Christian Haase. Das betreffe auch die Rentenreform. Leider habe schon die Große Koalition es versäumt, das Thema anzugehen.

Das Sondervermögen reicht nicht einmal für die Verkehrswende, so das Ergebnis einer Studie des Think Tank Agora Verkehrswende und des „Dezernat Zukunft“. Allein beim ÖPNV bestehe eine große Finanzierungslücke - neue Wege zur Finanzierung sind gefragt.

Deutschland rüstet auf und wappnet sich gegen mögliche Angriffe. Wer müsste im Kriegsfall an die Front? Wie ändert sich das politische System im Verteidigungsfall? Und wann beginnt und wann endet dieser?

Eigentlich wollte Friedrich Merz alles anders machen als die Ampel – doch es gibt ständig Streit. Das liegt an der polarisierten Debattenkultur, sagt Politologe Johannes Steup. Aber auch daran, dass der Kanzler immer ein Außenseiter geblieben sei.

Ein Treuhänder übernimmt vorübergehend Anteile des Kulturstaatsministers von der Weimar Media Group. Mit der Trennung will Wolfram Weimer den Anschein möglicher Interessenkonflikte vermeiden. Seine Frau behält jedoch die andere Hälfte des Verlags.

Skandale konnten US-Präsident Trump bisher wenig anhaben. Im Fall Epstein könnte sich das ändern - und zwar egal, ob die Akten veröffentlicht werden. Und: Politik gegen Geld – was ist dran an den Vorwürfen gegen Kulturstaatsminister Weimer?

Bei der Abwehr von Drohnen soll künftig auch die Bundeswehr helfen dürfen. Sicherheitsexpertin Ulrike Franke begrüßt diese Initiative der Regierung, sieht aber weiterhin zuerst die Polizei am Zug. Sie müsse jedoch technisch besser ausgestattet werden.

Die Bundeswehr soll mehr Befugnisse bei der Abwehr von Drohnen in Deutschland bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Kabinett beschließen soll. Im absoluten Ausnahmefall sollen Drohnen auch abgeschossen werden.

Profitiert Kulturstaatsminister Weimer von der Vermittlung exklusiver Kontakte zur Spitzenpolitik? Ein von seinem Unternehmen ausgerichtetes Netzwerktreffen soll sie gegen Geld anbieten. Bayern prüft bereits, ob das Land den Gipfel weiterhin fördert.

Ann Catherine Meyer hält bei Thyssenkrupp am Standort Gelsenkirchen die Maschinen instand. Als Betriebsrätin und bei der IG Metall kämpft sie gegen Stellenabbau und Rechtsextremismus. Ihr Label „einzige Frau“ in der Männerdomäne Stahl missfällt ihr.

Der aktuelle Rentenstreit zwischen der Jungen Union und Bundeskanzler Merz ist unnötig und sachlich unbegründet. Harte Kontroversen gab es bei dem Thema schon immer. Geisterfahrten, die sogar eine Regierung sprengen könnten, aber noch nicht.

Der Widerstand der Jungen Union gegen das Rentenpaket zeigt einmal mehr: Friedrich Merz schafft es nicht, politische Mehrheiten zu organisieren. Der Politikwissenschaftler Korte sieht dabei persönliche Fehler – und einen längerfristigen Trend.

Im Rentenstreit hat Bundeskanzler Merz der Jungen Union nach massiver Kritik Entgegenkommen signalisiert. Es könnte eine Zusatzvereinbarung geben, um die Mehrheit im Bundestag nicht zu gefährden. Die SPD beharrt auf der bisherigen Einigung.

Die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém geht in die zweite Woche. Am Rande der COP30 besuchte Umweltminister Schneider (SPD) Projekte im Regenwald, die von Deutschland unterstützt werden. Dabei ist Klimaanpassung ein wichtiges Thema.

Wer zum Wehrdienst eingezogen wird, könnte womöglich in Zukunft per Los entschieden werden. Doch Experten bezweifelt, dass das mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Auch die Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt das Vorhaben ab.

Trump sei „über die Mädchen informiert gewesen“, schreibt Epstein in Mails. Einige Republikaner haben eine Abstimmung zur Veröffentlichung aller Dokumente erzwungen - mit welchen Folgen? Und: die Bundesregierung senkt Industriestrompreis und Flugsteuer.

In der Haushaltsbereinigungssitzung standen die Etats aller Ministerien auf dem Prüfstand. Ergebnis: Die Neuverschuldung steigt. Kritiker nennen die Pläne einen "Verschiebebahnhof", der Probleme in die Zukunft verschiebe und Wachstumschancen vergebe.

Freiwilligkeit und umfassende Musterung – das sind die Grundpfeiler des erzielten Wehrdienst-Kompromisses der Regierungsparteien. Um junge Leute zum Wehrdienst zu animieren, soll es zudem zusätzliche Anreize geben, etwa einen Führerschein-Zuschuss.

Für 2026 erwartet der Sachverständigenrat Wirtschaft ein Wachstum von 0,9 Prozent. Das reiche aber nicht, sagt die Vorsitzende Monika Schnitzer und mahnt: Geld, das die Bundesregierung jetzt ausgibt, dürfe nur in wachstumsfördernde Investitionen fließen.

Babysitter, Kellnerin oder Zeitungszusteller – Millionen Deutsche arbeiten in einem Minijob. Ein “Systemfehler” heißt es aus der Union. Aber eine Abschaffung könnte für neue Probleme sorgen. Und: Der Kampf um die ukrainische Stadt Pokrowsk.

Schon die Ampel stritt um das Gebäudeenergiegesetz. Auch bei Schwarz-Rot sorgt es für Streit. Analog zum Koalitionsvertrag will Markus Söder (CSU) es abschaffen. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) will es ändern, aber es im Grundsatz beibehalten.

Mit der Änderung des Regionalisierungsgesetz ist die Finanzierung des Deutschlandtickets bis Ende 2030 gesichert. Diese sieht vor, dass Bund und Länder jeweils 1,5 Milliarden Euro zum Ticket beisteuern. Ab 2026 kostet es 63 Euro im Monat.

Erst die Trump-Wahl, dann das Ampel-Aus: Am 6. November 2024 scheitert die Koalition aus SPD, FDP und Grünen. Scholz und Lindner rechnen öffentlich miteinander ab. Jetzt regiert Schwarz-Rot mit Merz an der Spitze - doch rund läuft es auch nicht.

Pflegefachpersonen sollen künftig auch Aufgaben erledigen dürfen, die bisher Ärzten vorbehalten waren. Zudem sollen sie weniger dokumentieren müssen. Durch den Bürokratieabbau soll die Pflegeversicherung bis zu 328 Millionen pro Jahr sparen können.

Fraunhofer-Forscher Alexander Sauer hält es für sinnvoll, die Stahlindustrie in Deutschland zu erhalten, auch mit Subventionen. Er rät dazu, bei der grünen Transformation in Etappen vorzugehen: erst auf Erdgas und dann auf Wasserstoff umzustellen.

Nach der Stadtbild-Debatte führen Politiker eine Abschiebe-Debatte. Aus der Union kommt Kritik an Außenminister Wadephul, weil er anzweifelt, ob eine Rückkehr nach Syrien sicher sei. Bei Syrern in Deutschland hingegen wachsen Sorgen und Frust.

Abschiebungen nach Syrien? Für Bundeskanzler Merz ist das kein Problem. Außenminister Wadephul sieht das anders. In der Debatte geht es unter anderem um Straftäter und Menschen ohne Duldungsstatus aus Syrien.

Oberbürgermeister aus ganz Deutschland warnen: Die Städte sind finanziell am Limit, Kommunen chronisch unterfinanziert. Um dieses strukturelle Problem zu lösen, braucht es eine Neuordnung der finanziellen Verteilung zwischen Bund und Ländern.

Die Industrie klagt über steigende Kosten durch den Emissionshandel. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) weist die Kritik als zu pauschal zurück. Man könne darüber reden, den Handel mit Zertifikaten in der EU länger als geplant zu ermöglichen.

Seit Sommer entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wieder über Asylanträge von Syrern. Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hält das Vorgehen für absolut richtig. Zunächst würden die Anträge von Straftätern und Gefährdern geprüft.

Die neue CDU-Gruppe “Compass Mitte” fordert eine klare Abgrenzung zur AfD. Die bisherigen Aussagen von Friedrich Merz reichen ihnen nicht. Das ist nicht der einzige Gegenwind, den der Kanzler aus den eigenen Reihen zu spüren bekommt.