Bundesanwaltschaft
Anklage gegen mutmaßliche Russland-Spionin

Die Bundesanwaltschaft hat eine mutmaßliche Russland-Spionin angeklagt.

    Am Dienstgebäude des Generalbundesanwalts in Karlsruhe hängt das Amtsschild mit Bundesadler.
    Der Dienstsitz des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe (picture alliance / imageBROKER / Arnulf Hettrich)
    Spätestens seit Oktober 2023 soll sie geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft gehabt haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Die Beschuldigte leitete eine Marketingagentur in Berlin und war zudem Vorsitzende einer Lobbygruppe. Dadurch verfügte sie den Angaben zufolge über ein umfangreiches Netzwerk in militärischen und politischen Kreisen. Ihr wird vorgeworfen, ihren Kontaktmann in der russischen Botschaft mit Informationen zu hochkarätigen politischen Veranstaltungen versorgt und ihm Zugang dazu ermöglicht zu haben. Außerdem habe sie Informationen zur deutschen Verteidigungspolitik und Rüstungsindustrie eingeholt.
    Die Deutsch-Ukrainerin wurde im Januar in Berlin festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.