
Damit liegt der IWF auf einer Linie mit der Bundesregierung, die ebenfalls mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent rechnet. Für das kommende Jahr erwarten die IWF-Ökonomen für Deutschland ein Plus von 1,1 Prozent. Getragen wird die Entwicklung vor allem von staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sowie von den Exporten. Dagegen bleiben die privaten Investitionen und der Konsum vergleichsweise schwach.
IWF hebt auch Prognose für Eurozone an
Für die Eurozone erhöhte der Fonds seine Wachstumserwartung für dieses Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent. Für das kommende Jahr bleibt die Prognose bei 1,2 Prozent. Besonders positiv entwickeln sich nach Einschätzung des IWF Irland und Spanien. In anderen Ländern des Euroraums bremsen dagegen die hohen Energiepreise und die schwache Nachfrage.
Weltwirtschaft wächst etwas stärker
Für die Weltwirtschaft rechnet der IWF nun mit einem Wachstum von 3,1 Prozent. Für das kommende Jahr hält er an seiner Prognose von 3,4 Prozent fest. Trotz der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine habe sich die Weltwirtschaft bislang widerstandsfähiger gezeigt als erwartet. Risiken sieht der Fonds weiterhin in geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und der hohen Staatsverschuldung vieler Länder.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber
Nach Einschätzung des IWF haben Investitionen in Künstliche Intelligenz und der Handel mit entsprechenden Technologien die Weltwirtschaft zuletzt gestützt. Zugleich warnt der Fonds vor überzogenen Erwartungen. Sollten die erhofften Produktivitätsgewinne ausbleiben, könnte dies das Wachstum belasten.
Höhere Inflation erwartet
Die gestiegenen Energiepreise dürften die Inflation nach Einschätzung des IWF weiter antreiben. Weltweit erwartet der Fonds für dieses Jahr eine Teuerungsrate von 4,7 Prozent. Besonders betroffen seien ärmere und energieabhängige Staaten. Während die chinesische Wirtschaft etwas an Dynamik verliere, zähle Indien weiterhin zu den wichtigsten Wachstumstreibern weltweit.
Widerstandsfähige Wirtschaft? - Bundesregierung erhöht Konjunktur-Prognose
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Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
