Pilotprojekt
Bahn setzt wegen zahlreicher Übergriffe auf Bodycams mit Ton

Die Deutsche Bahn testet zwei Monate lang Bodycams mit Tonaufzeichnung.

    Man sieht den Oberkörper eines Bahn-Mitarbeiters, der eine dunkelrote Weste trägt. Über der Weste hängt an einem schwarzen Band eine sogenannte Bodycam. Im Hintergrund sieht man einen roten Regionalzug der Deutschen Bahn.
    Deutsche Bahn will zwei Monate lang Bodycams mit Tonaufzeichnung testen. (picture alliance / dpa / Uwe Anspach)
    Wie das Unternehmen mitteilte, nehmen seit heute Beschäftigte von "DB Regio" in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland an dem Pilotprojekt teil. Die Audiofunktion solle neben der Bild-Aufzeichnung im Falle von Konflikten mit Fahrgästen mögliche Übergriffe dokumentieren. Die Bahn verspricht sich davon eine deeskalierende Wirkung und eine bessere Aufklärung von Straftaten. Nach der Pilotphase soll die Tonaufzeichnung schrittweise bundesweit eingeführt werden.
    Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres kam es laut "DB Regio" zu fast 1.000 Übergriffen auf Beschäftigte. Darunter waren 781 Fälle etwa von Schubsen oder Bespucken sowie 185 Fälle versuchter Körperverletzung. In 22 Fällen kam es zu schweren Körperverletzungen.
    Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.