11. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viel kommentiert wird die Vereinbarung zwichen den USA und Russland, wieder russischen Diesel-Treibstoff in die Vereinigten Staaten zu importieren.

    US-Präsident Trump macht einen Hand-Schlag mit Präsident Putin aus Russland. Beide Männer stehen nebeneinander und schauen in Richtung der Kamera.
    US-Präsident Trump sagt: Das Land USA braucht dringend Diesel von Russland (Archiv-Bild). (IMAGO / ZUMA Press / Sergei Bobylev)
    Die AUGSBURGER ALLGEMEINE sieht darin vor allem eine Schwäche des US-Präsidenten:
    "Ausgerechnet Trump, der sein Land von militärischen Abenteuern fernhalten wollte, hat Amerika in Konflikte verwickelt, aus denen er längst keinen Ausweg mehr findet. Trumps Reflex ist zu seinem Markenzeichen geworden: Schuld sind immer die anderen."
    "Schnell noch mal rund um sich schlagen" titelt die TAGESZEITUNG – TAZ und sieht Trumps Entscheidung vor dem Hintergrund einer möglichen Niederlage bei den Zwischenwahlen im November:
    "Mit der zweiten Hälfte der zweiten Amtszeit nähert Trump sich der Phase, in der US-Präsidenten gemeinhin zur 'Lame Duck' - zur lahmen Ente - erklärt werden. Damit kann Trump überhaupt nicht umgehen und umso wilder werden seine Attacken. Falls die Demokraten nach den Zwischenwahlen tatsächlich wieder das Repräsentantenhaus kontrollieren, werden sie gar nicht anders können, als ein drittes Amtsenthebungsverfahren gegen diesen Präsidenten einzuleiten."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG sieht Europa zunehmend unter Druck:
    "Zu Recht und völlig konsequenterweise wollen Europas Regierungen an ihren Sanktionen gegen Russland festhalten, sie müssen diese auch weiter ausbauen und in ihrer Unterstützung für Kiew standhaft bleiben. Putin kann sehr zufrieden zur Kenntnis nehmen: Trump hat die westliche Hilfe für die Ukraine nicht nur weitgehend an die Europäer abgegeben – er unterminiert diese jetzt sogar, indem er Geschäfte mit dem Kriegstreiber macht."
    Ein weiteres Thema in den Kommentaren ist die zweitägige Klausur des CDU-Präsidiums, die morgen fortgesetzt werden soll.
    Die RHEIN-NECKAR-ZEITUNG macht sich Gedanken, ob die CDU überhaupt noch die Kraft hat, die Mehrheit der Menschen zu erreichen:
    "Das Vertrauen in die aktuelle Regierung, dass sie in der Lage ist, die Lebensverhältnisse in Deutschland zum Besseren zu drehen, ist verloren gegangen. Der CSU-Grande Horst Seehofer hat schon recht, wenn er mit seiner scharfen Kritik am Kanzler ansetzt. Denn letzten Endes ist es Friedrich Merz, der nicht die Zustimmung zur AfD halbiert, sondern die zur Union."
    Und der KÖLNER STADT-ANZEIGER nimmt die Sitzung zum Anlass, um auf die Brandmauer-Diskussionen in der Partei zu blicken:
    "Wenn die AfD hartnäckig das Ziel einer gefallenen Brandmauer verfolgt, bedeutet das im Umkehrschluss: Die Union kann mit ihren ständigen Brandmauer-Debatten nichts gewinnen. Längst hat ein Flächenbrand die politische Mitte erfasst - aber die Feuerwehrleute streiten lieber, als den Brand zu bekämpfen. Und sie überlegen, es statt mit Wasser als Löschmittel doch mal mit Benzin zu versuchen."