22. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

In den Zeitungen von morgen geht es um eine Sicherheitslücke, die die meisten Webseiten weltweit betrifft.

Die Website der PHP Foundation. In der Programmiersprache PHP wurden Sicherheitslücken entdeckt, die es Angreifern ermöglichen, die Kontrolle über Server zu erlangen.
In der Programmiersprache PHP wurden Sicherheitslücken entdeckt, die es Angreifern ermöglichen, die Kontrolle über Server zu erlangen. (picture alliance / ANP / ROB ENGELAAR)
"Seit mehr als zehn Jahren gibt es einen Generalschlüssel für die digitale Welt",
heißt es in der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG - und weiter:
"Durch eine Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP, in der ein Großteil der globalen Webseiten programmiert wurde, stand jahrelang bei fast jedem digitalen System die Hintertür sperrangelweit offen."
Die TAZ konstatiert:
"Tatsächlich häuften sich die Angriffe auf Seiten extrem, nachdem die Sicherheitslücke bekannt geworden war. Vermutlich waren viele davon auch durch KI unterstützt. Doch die eigentliche Rolle dieser Technologie ist in dem Fall eine andere, eine positive: Es war eine KI, die angezeigt hat, wo das Problem liegt."
"Vorsichtiger sein" - dazu raten die NÜRNBERGER NACHRICHTEN.
"Das Netz sieht nur aus wie ein Paradies, es ist aber auch ein Schlachtfeld."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER hält fest:
"Behörden, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen müssen noch mehr verinnerlichen, dass die laufende Wartung ihrer Systeme zur digitalen Grundversorgung gehört. Voraussetzung dafür ist das Wissen darum, welche Software sie einsetzen, wer im Notfall zuständig ist und was dann konkret zu tun ist."
Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg nimmt auch Verbraucher in die Pflicht:
"Die PHP-Sicherheitslücken sind ein Weckruf: Wir müssen unseren digitalen Alltag endlich besser absichern."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg sorgt sich:
"Geht das so weiter, werden die modernen Gesellschaften immer verwundbarer, je weiter diese Form der Wild-West-Digitalisierung voranschreitet. Ob digitale Zahlungssysteme, die Energieversorgung, Kühlsysteme in Supermärkten oder sensible Patientendaten in Krankenhäusern - all das ist hochgradig anfällig geworden."
Abschließend zu einer Ankündigung aus Straßburg: Der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments geht in diesem Jahr an den Internationalen Strafgerichtshof.
DIE GLOCKE aus Oelde lobt:
"Ohne eine Einrichtung wie den Internationalen Strafgerichtshof würden Opfer keine Gerechtigkeit erfahren und schwerste Verbrechen ungesühnt bleiben. Die ungehinderte Arbeit des Haager Tribunals auch weiterhin zu gewährleisten, bleibt eine zentrale Aufgabe aller, die sich für eine Herrschaft des Rechts einsetzen."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU würdigt den Mut, das unter US-Sanktionen stehende Gericht auszuzeichnen, und fährt urteilt:
"Die Kampfansage an die USA ist zweifellos notwendig angesichts der schweren Schäden, die Washington dem Gerichtshof bereits zugefügt hat. Dass die Ehrung aber schon ausreicht, muss bezweifelt werden. Trumps Ziel ist es, mit dem Gerichtshof eine tragende Säule der Weltrechtsordnung zu stürzen – und dann diese Ordnung als Ganze."