
Nach dem Entzug des Doktortitels von Ministerpräsident Voigt (CDU) wegen Plagiatsvorwürfen gehe es um die "Glaubwürdigkeit in der Politik", sagte De Masi im ZDF. Wenn das BSW dies durchgehen lasse, beschädige es auch die eigene Glaubwürdigkeit und habe "keine Chance" bei den anstehenden Landtagswahlen, etwa in Sachsen-Anhalt. Das BSW müsse auch den Wählern in Sachsen-Anhalt ganz deutlich sagen, dass es so einen Kurs wie in Thüringen nicht mittrage. Selbstverständlich hätte ich mir etwas anderes gewünscht, als jetzt eine Auseinandersetzung mit der eigenen Landespartei in Thüringen zu führen.
In Thüringen regiert die CDU seit 2024 mit der SPD und dem BSW in einer Dreierkoalition. Das Thüringer BSW lehnt einen Bruch der Koalition ab. Die Landtagsfraktion berät heute in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause. BSW-Gründerin Wagenknecht bot ihrerseits der AfD Gespräche über eine neue Regierung mit einem überparteilichen Ministerpräsidenten in Thüringen an. Die AfD erhebt schon seit Langem Rücktrittsforderungen an Voigt. Die Technische Universität Chemnitz hatte vergangene Woche einen Widerspruch von Voigt zum Entzug des Doktortitels zurückgewiesen.
Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
