JU-"Deutschlandtag"
Bundeskanzler Merz sieht ohne tiefgreifende Reformen keine Chance für CDU bei nächster Bundestagswahl

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz sieht weitreichende Reformen als Voraussetzung für künftige Wahlerfolge seiner Partei.

    Bundeskanzler Friedrich Merz spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union. Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hört zu.
    Bundeskanzler Friedrich Merz spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union. (Henning Kaiser / dpa)
    Wenn man es nicht schaffe, bis zur nächsten Bundestagswahl nachzuweisen, dass die Wirtschaft wieder nachhaltig wachse und die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest seien, habe man bei der Wahl keine Chance, sagte Merz beim "Deutschlandtag" der Jungen Union in Bonn. Er sagte eine zügige Umsetzung der Sozialreformen zu.
    Zudem betonte der Kanzler, in der Koalition mit der SPD müsse sich die Handschrift der Union wieder besser erkennen lassen. Es müsse klar sein, wer der größere Koalitionspartner sei. Vor allem aber müssten die Verabredungen, die man im Koalitionsvertrag getroffen habe, eingehalten werden. Merz erklärte, es gebe auch für ihn Grenzen.
    Ferner warnte der CDU-Vorsitzende Grüne und SPD in Berlin vor Koalitionsgesprächen mit der Linkspartei. Diese hetze offen gegen Jüdinnen und Juden, gegen die Polizei und gegen das Existenzrecht Israels.
    Die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU forderte von der Bundesregierung die konsequente Umsetzung von Strukturreformen. Der JU-Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Gniosdorz, sagte im Deutschlandfunk, man könne nicht jedes Problem mit Geld zuschütten.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.