Gesundheitspolitik
Bundestag will Reform der Notfallversorgung beschließen

Die medizinische Notfallversorgung in Deutschland soll neu aufgestellt werden. Der Bundestag stimmt heute über die Pläne der Regierung ab, wonach die Versorgung der Patienten besser gesteuert und zugleich Notaufnahmen und Rettungsdienste entlastet werden sollen.

    Rettungswagen (RTW) der Berliner Feuerwehr mit Blaulicht unterwegs zu einem Einsatz in Berlin.
    Die Notfallversorgung soll reformiert werden. (Symbolbild) (IMAGO / Seeliger)
    Demnach sollen die drei Versorgungsbereiche - vertragsärztlicher Notdienst, Notaufnahmen der Krankenhäuser und Rettungsdienste besser aufeinander abgestimmt werden.
    So soll die Rufnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung ausgebaut werden und in ausgewählten Krankenhäusern sollen Integrierte Notfallzentren mit Öffnungszeiten rund um die Uhr entstehen. Diese Maßnahmen sollen in den nächsten fünf Jahren aus dem Sondervermögen des Bundes mit 225 Millionen Euro gefördert werden.
    Hintergrund der seit langem geplanten Reform sind unter anderem überlastete Notaufnahmen in Krankenhäusern, lange Wartezeiten für Patienten sowie überflüssige Fahrten und Streit über die Finanzierung von Rettungsdiensten.
    Mehrere Rettungsorganisationen kritisieren den Gesetzentwurf und befürchten durch die Reform eine Unterfinanzierung sowie ein fehlendes Mitspracherecht.
    Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.