
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, die Energiesteuern auf Diesel und Benzin von Oktober bis Dezember um etwa 14 Cent pro Liter zu senken. Einschließlich der Mehrwertsteuer entspricht dies einer Entlastung von rund 17 Cent.
SPD-Fraktionsvize Zorn sagte, die Maßnahme entlaste alle, die jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren müssten. Der Abgeordnete Korbach aus der Unionsfraktion erklärte, für die akute Lage sei der Tankrabatt das beste, schnell verfügbare Instrument. Grünen-Co-Fraktionschefin Dröge erklärte dagegen, für die Kosten des Tankrabatts hätte man alle Kürzungen für Familien im Bundeshaushalt zurücknehmen können. Die AfD-Abgeordnete Finger sagte, die Regierung wolle nicht, dass ihre Beliebtheitswerte weiter fielen. Die Linken-Politikerin Achelwilm sagte, der Rabatt entlaste nicht alle, sondern die Tankenden je nach Verbrauch.
Einen Tankrabatt hatte es bereits im Mai und Juni gegeben, um gestiegene Preise unter anderem infolge des Irankriegs abzufedern. Ökonomen kritisierten die Maßnahme als teuer und ungenau.
Söder verlangt grundlegende Reform der Energiesteuern
CSU-Chef Söder fordert unterdessen eine grundlegende Reform der deutschen Energiesteuern. Der bayerische Ministerpräsident sagte vor der Sitzung des Bundesrates zum Tankrabatt, man müsse über die CO2-Bepreisung und alle Regeln sprechen, die Energie in Deutschland staatlich teurer machten. Söder lobte die Absenkung der Spritpreise, betonte aber, dies könne nur ein erster Schritt sein. Nötig sei ein großes Paket, welches dauerhaft Entlastungen bei den hohen Energiepreisen bringe, so Söder.
Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Schwesig (SPD), sagte, der geplante Tankrabatt sei wichtig, aber er werde nicht reichen. Der Spritpreis müsse wieder unter zwei Euro fallen. Ähnlich äußerte sich Thüringens Ministerpräsident Voigt von der CDU. Für viele Menschen sei ein Auto kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




