
Wenn sie Volkspartei bleiben wolle, müsse sie wieder kämpfen, sagte Winkel in seiner Rede in Bonn. Er hoffe, dass von dem JU-Treffen ein Signal des Aufbruchs ausgehe. Viele Parteimitglieder seien in den vergangenen Monaten in eine gewisse Resignation verfallen. Winkel betonte, Gerechtigkeitsdebatten dürfe man nicht der SPD überlassen.
Der JU-Vorsitzende ging auch auf die Zusammenarbeit zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD ein. Vor allem wies er die Kritik der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Schwesig, an einem angeblich unmenschlichen Umgang der CDU mit der zurückgetretenen Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bas zurück. Man müsse sich nicht von Schwesig belehren lassen, wenn es um Anstand und Haltung in der deutschen Politik gehe, so Winkel.
Der 34-Jährige wurde anschließend mit gut 94 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt. Er leitet die JU seit 2022.
Als erster Gastredner sprach am Freitag der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wüst zu den Delegierten. Er warnte vor politischen Extremisten von links und rechts. Die Gespräche von SPD und Grünen über eine gemeinsame Regierung mit der Linkspartei in Berlin nannte der Christdemokrat eine "Schande für die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland".
Morgen wird auf dem Deutschlandtag der bayerische Ministerpräsident Söder erwartet.
Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
