Staatsbesuch
Chinas Staats- und Parteichef Xi wirbt in den USA für Partnerschaft statt Rivalität

Die USA wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen mit China verbessern. US-Präsident Trump empfing Staats- und Parteichef Xi mit militärischen Ehren zu einem dreitägigen Besuch in Washington. In der Hauptstadt ist heute unter anderem ein Staatsbankett geplant.

    US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping stehen nebeneinander. Trump salutiert.
    US-Präsident Trump begrüßte Xi auf dem Rollfeld des Militärstützpunkts Joint Base Andrews. (picture alliance / AP Photo / Alex Brandon / Alex Brandon)
    US-Finanzminister Bessent kündigte zu Beginn von Xis Besuch an, dass die Sonderzölle für Waren aus China bis Mitte Januar und damit für zwei weitere Monate ausgesetzt werden. Bei den Gesprächen im Weißen Haus dürfte es neben dem Welthandel um die Kriege im Iran und der Ukraine sowie den Umgang mit Künstlicher Intelligenz gehen.

    Ansprachen beim Staatsbankett

    Beim Staatsbankett in Washington wollen beide Staatschefs Ansprachen halten. Nach Angaben eines hochrangigen Regierungsbeamten werden auch Repräsentanten von großen US-Technologie-Unternehmen zu dem Bankett erwartet, darunter Tesla-Chef Musk, Amazon-Gründer Bezos sowie Apple-Verwaltungsratschef Cook. Es ist der erste Besuch von Xi und seiner Ehefrau Peng Liyuan in Washington seit mehr als einem Jahrzehnt. Die US-Regierung spricht von einem "Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern".
    Xi sprach sich für ein partnerschaftliches Verhältnis mit den USA aus. In einer Erklärung anlässlich seiner Ankunft in den USA schrieb Xi, China und die USA sollten "Partner, keine Rivalen" sein. Die Verwirklichung der großen Erneuerung der chinesischen Nation und Trumps Ziel, Amerika wieder groß zu machen, könnten Hand in Hand gehen.

    Fast alles an "symbolischer Wertschätzung" aufgeboten

    ARD-Hörfunkkorrespondent Ralf Borchard sagte im Deutschlandfunk , schon die Ankunft des chinesischen Präsidenten habe gezeigt, wie ernst Trump den Besuch nehme. Die persönliche Begrüßung auf dem Rollfeld sei ungewöhnlich. Normalerweise begrüße der Präsident seine Gäste bei deren Eintreffen im Weißen Haus. Auch sonst sei für Xi fast alles aufgeboten worden, was an symbolischer Wertschätzung möglich sei, bis hin zu dem Staatsbankett mit den Tech-Bossen aus dem Silicon Valley.

    Viele heikle Themen auf der Agenda

    Neben den großen geopolitischen Themen spielt auch das Thema Künstliche Intelligenz eine Rolle zwischen beiden Staaten. Die US-Korrespondentin des Deutschlandfunks, Anne Raith, betonte, in ersten Gesprächen von Regierungsvertretern sei ein Dialog zu Sicherheitsfragen von KI bereits ausgelotet worden . Für weitergehende Regulierungen fehlten allerdings Wille und Vertrauen beider Länder. Die USA und China seien wirtschaftlich und technologisch harte Konkurrenten, so Raith.

    Weiterführende Informationen

    KI-Wettlauf, Zölle und Taiwan: Xi bei Trump in Washington
    Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.