Suchtgefahr
Tiktok widerspricht Vorwüfen der EU-Kommission

Das Unternehmen Tiktok hat Vorwürfe der EU-Kommission zurückgewiesen, gegen europäisches Recht zu verstoßen. Eine Sprecherin teilte mit, die Kommission stelle die Architektur der Plattform und das Engagement für die Sicherheit der Nutzer verzerrt dar.

    Auf einem Smartphone wird das Logo der Video-Plattform Tiktok angezeigt.
    Die Social-Media-App Tiktok muss ihre Algorithmen ändern. (dpa / Monika Skolimowska)
    Sie betonte, dass werbende Inhalte zu Essstörungen oder Selbstverletzungen proaktiv gelöscht würden. Zudem werde entsprechend des EU-Rechts auch ein Feed ohne personalisierte Inhalte angeboten.
    Die EU-Kommission hatte Tiktok vorgeworfen, mit seinem Algorithmus Suchtgefahren, Ess- und Angststörungen zu befeuern, und wies das Unternehmen an, die Funktionsweise der - so wörtlich - "schädlichen" App zu ändern. Dadurch solle die psychische Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer geschützt werden.
    Wenn Tiktok den Algorithmus nicht ändert, droht dem Unternehmen ein Bußgeld. Gegen die Videoplattform läuft auch ein Verfahren wegen anderer Funktionsweisen der App. Konkret geht es um das ununterbrochene Abspielen von Filmen.
    Diese Nachricht wurde am 06.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.