Reformpläne
Bundesarbeitsminister Schweitzer: Vorschläge der Rentenkommission sind kein "Gesamtkunstwerk"

Der neue Bundesarbeitsminister Schweitzer hat bekräftigt, dass er von den Vorschlägen der Alterssicherungskommission für eine Rentenreform abweichen will.

    Alexander Schweitzer (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, wird von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) im Bundestag vereidigt.
    Alexander Schweitzer (SPD) ist seit dem 14. Oktober neuer Bundesminister für Arbeit und Soziales. (Michael Kappeler / dpa)
    Der SPD-Politiker sagte der Zeitung "Rheinpfalz", anders als seine Vorgängerin Bas betrachte er die Kommissionsvorschläge nicht als "Gesamtkunstwerk", die es eins zu eins umzusetzen gelte. Er strebe in der Diskussion über die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren einen "guten Kompromiss" an. Schweitzer betonte, die Vorstellungen der Rentenkommission seien nur Vorschläge. Entscheidungen würden in der Regierung und im Bundestag gefällt.
    Die Rentenkommission hatte im Juni dafür plädiert, die sogenannte Rente mit 63 abzuschaffen, weil sie zu teuer sei und falsche Anreize setze. Die SPD und mehrere Ministerpräsidenten, auch von der CDU, wollen sie beibehalten.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.