
Als Beispiele nannte sie eine unabhängige Justiz, eine freie Presse, den Schutz von Minderheiten und den Wert von Kompromissen. Sie glaube immer noch, dass die Verteidiger der Demokratie stark genug seien. Sie rate auch niemandem auszuwandern. Man solle - Zitat - Deutschland "denen nicht überlassen".
Merkel: AfD nicht größer machen
Merkel appellierte an ihre Partei CDU sowie an die SPD, weniger über die AfD zu reden. Sie sollten stattdessen überlegen, was sie selbst anbieten könnten. Man müsse aufpassen, dass man die AfD nicht größer mache und vor lauter Schreck vergesse, eigene Positionen zu vermitteln.
Konkret ging die ehemalige Kanzlerin auf die Lage in Sachsen-Anhalt nach der Wahl ein. Selbst wenn die AfD dort stärkste Partei geworden sei, komme eine Zusammenarbeit für sie nicht in Frage. Das gelte auch für die Wahl des Landtagpräsidenten. Denn die AfD in Sachsen-Anhalt wolle unter anderem den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen, das Bauhaus nicht mehr finanzieren und christliche Werte durch germanische ersetzen.
Merkel zog nicht nur eine Grenze zu Rechtsextremen, sondern auch zu Linksextremen, die Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung ansehen. Es gebe aber generell einen Unterschied zwischen der AfD und der Linken. Denn die Linke richte sich im Großen und Ganzen nicht gegen das Grundgesetz.
Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
