Warme Meere, trockene Flüsse
EU-Klimadienst Copernicus meldet wärmsten jemals gemessenen September in Westeuropa

Der September war für Westeuropa der wärmste jemals gemessene seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, meldet der EU-Klimadienst. Weltweit sei es der zweitwärmste gewesen. In weiten Teilen West- und Mitteleuropas habe die Trockenheit angehalten, vielerorts mit Folgen für Schifffahrt, Wasserversorgung und Landwirtschaft, meldet der Klimadienst.

    Die Sonne brennt auf ein Haus mit Mitwohnungen herab.
    Sehr warmer September (picture alliance / SIPA / Fred Scheiber)
    Die globale Durchschnittstemperatur lag laut Copernicus bei rund 16,3 Grad. Im Vergleich zu dem geschätzten vorindustriellen Niveau betrug die Abweichung 1,63 Grad. Bereits der August lag um mehr als 1,5 Grad über diesem Referenzwert. Die Marke gilt laut dem Pariser Klimaabkommen langfristig gemessen als angestrebte Höchstgrenze für die Erderwärmung. In Westeuropa war es im Schnitt 2,5 Grad wärmer als sonst im September.
    Die Oberfläche der Weltmeere habe im September einen Spitzenwert erreicht, hieß es weiter. Im Durchschnitt sei das Wasser so warm wie noch nie zuvor in einem September gewesen. Bei der Berechnung dieser Temperatur werden flüssige Meeresoberflächen berücksichtigt, nicht also die Polarmeere.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.