Energie
Europaparlament stimmt dafür, die Verschärfung der Klimaregeln für Methan zu verschieben

Das Europaparlament hat sich dafür ausgesprochen, die verschärften Klimaschutzregeln für Methan-Emissionen im Energiesektor zu verschieben.

    Eine Fackel zur Verbrennung von Methan aus der Ölförderung.
    Die Abgeordneten des Europaparlaments stimmten mehrheitlich dafür, dass Importeure von Öl, Gas und Kohle erst ab Mai 2031 EU-Klimaschutzregeln für das klimaschädliche Treibhausgas Methan befolgen müssen. (Matthew Brown/AP/dpa)
    Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich dafür, dass Importeure von Öl, Gas und Kohle erst ab Mai 2031 EU-Klimaschutzregeln für das klimaschädliche Treibhausgas befolgen müssen - gut drei Jahre später als bisher vorgesehen. Die Entscheidung sei angesichts der aktuellen Energiepreiskrise gefallen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die EU-Kommission hatte zuvor lediglich vorgeschlagen, die Pflicht um ein Jahr zu verschieben. Die EU-Staaten müssen über die Änderung noch abstimmen.
    Eigentlich war vorgesehen, dass Unternehmen ab 2027 für bestimmte Lieferverträge auch nachweisen, dass der Produzent im Herkunftsland seine Methan-Emissionen mindestens so sorgfältig überwacht und dokumentiert, wie es die EU von ihren eigenen Unternehmen verlangt.
    Diese Nachricht wurde am 23.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.