"Gen Z regelt"
Zehntausende bei Jugendprotesten - Ausschreitungen in mehreren Städten

Nach dem friedlichen Protest Zehntausender junger Menschen ist es in mehreren deutschen Städten zu Ausschreitungen gekommen. Aus Frankfurt wurden verletzte Polizisten gemeldet, aus Berlin Flaschen- und Böllerwürfe und aus Hamburg brennende Barrikaden. In mehreren Städten kamen Wasserwerfer zum Einsatz.

    Mehrere Demonstranten werden von der Polizei in eine Richtung gedrängt.
    Polizisten drängen Demonstranten in Köln ab (picture alliance / dpa / Thomas Banneyer)
    Einige Protestteilnehmer zündeten Pyrotechnik oder waren vermummt, etwa in Köln. Dort wurde ein Demonstrationszug untersagt, eine Kundgebung konnte aber weiterhin stattfinden. Bundesweit hatten sich zu den Protesten Zehntausende überwiegend friedlich versammelt. Die Initiative "Gen Z regelt" sprach von 120.000 Teilnehmern. Ursprünglich war mit 160.000 gerechnet worden.
    Der Vorsitzende für den Bereich der Bundespolizei bei der Polizeigewerkschaft, Roßkopf, sagte der "Rheinischen Post", die Proteste der Gen Z hätten sich als friedlich herausgestellt. Nach dem Ende der eigentlichen Veranstaltungen habe sich die Lage jedoch in einigen Städten zugespitzt. Bei den Gruppen, von denen die Gewalt ausgegangen sei, habe es sich um "autonome und zum Teil vermummte Personen" gehandelt.

    Initiative fordert soziale Gerechtigkeit und mehr Geld für Schulen

    "Gen Z regelt" fordert mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und für mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt die Initiative ab. Sie versteht sich als unabhängiger, überparteilicher und loser Zusammenschluss junger Menschen, die sich "für unsere Jugend und für unsere Zukunft" stark machen, heißt es in einer Erklärung. Eine der Sprecherinnen der Initiative, Dinter, sagte vor der Aktion im Deutschlandfunk , die Generation Z habe das Gefühl, dass auf ihre Zukunft keine Rücksicht genommen werde und Politiker ihr nicht zuhörten.
    Diese Nachricht wurde am 31.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.