
Einsatzkräfte ergriffen den 40-Jährigen in einem Ort im Umland, wie mehrere Medien unter Berufung auf Behörden berichteten. Demnach handelt es sich um einen polizeibekannten Linksextremisten, der bereits als sicherheitsrelevant erfasst ist.
Mit Blick auf die Ausschreitungen auch in zahlreichen weiteren französischen Städten am Wochenende erklärte Premierminister Lecornu, wo die Lage es erfordere, würden am Abend erneut Ausgangssperren beschlossen. Die in der vergangenen Nacht geltenden Beschränkungen hätten die Lage beruhigt. Die Fraktionen der Nationalversammlung in Paris einigten sich darauf, einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Ausschreitungen und des Vorgehens der Ordnungskräfte einzusetzen.
Bei den Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten war es zu Gewalt und Plünderungen gekommen. Mehr als 2.000 Menschen wurden festgenommen, mehrere hundert Beamte wurden verletzt.
In Italien kündigte die Regierung indes an, 500 zusätzliche Soldaten nach Mailand zu schicken, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Auch hier werden Ausgangssperren erwogen. In Mailand sowie in Turin und Bologna waren in den vergangenen Tagen ebenfalls zunächst friedliche Proteste in Gewalt umgeschlagen.
Diese Nachricht wurde am 20.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
