Nach Ausschreitungen
Frankreich verhängt erneut Ausgangssperren in mehreren Großstädten - Sicherheitskräfte sollen massiv verstärkt werden

Nach den Unruhen vom vergangenen Wochenende haben mehrere Städte in Frankreich für den heutigen Abend erneut Ausgangssperren verhängt.

    Das brennende Rathaus in Limoges im Hintergrund; m Vordergrund stehen Passanten.
    Bei den Protesten in Frankreich ging das Rathaus in Limoges in Flammen auf. (picture alliance / MAXPPP / Elise CABANE)
    Beschränkungen gibt es unter anderem in Teilen von Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux, Nizza und Lille. Für die am kommenden Samstag geplanten Demonstrationen kündigte Premierminister Lecornu eine umfangreiche Mobilisierung der Polizei an. Die Zahl der Sicherheitskräfte werde massiv erhöht, sagte er im französischen Parlament. Dabei sollen auch Kräfte der Anti-Terror-Einheit "Sentinelle" zum Einsatz kommen, um die regulären Polizeikräfte zu entlasten. Zu dieser Einheit gehören auch Soldaten. Das Ziel sei, neue Ausschreitungen zu verhindern.
    In Italien kündigte die Regierung ebenfalls eine Verstärkung der Sicherheitskräfte an. 500 zusätzliche Soldaten würden nach Mailand geschickt, um weitere Gewalt zu verhindern. In den vergangenen Tagen war es in mehreren Städten nach zunächst friedlichen Protesten zu Ausschreitungen gekommen.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.