
Präsident Macron erklärte in Paris, oberstes Ziel sei eine Rückkehr zur Ruhe. Landesweit seien am Samstag nur Protest-Veranstaltungen von Gewerkschaften zugelassen. In Paris wird nach Behördenangaben die nächtliche Ausgangssperre in bestimmten Teilen der Stadt bis Montagmorgen verlängert. Zudem bleiben unter anderem der Louvre und das Picasso-Museum am Samstag geschlossen.
In Lyon und Marseille wurden - ebenfalls für Samstag - sämtliche Demonstrationen untersagt. Die Präfektur des Departments Bouches-du-Rhône kündigte zudem an, den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Marseille auszusetzen.
Am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem war es in Frankreich zu massiven Ausschreitungen gekommen. Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen sowie Gebäude in Brand gesetzt. Nach Regierungsangaben wurden 217 Menschen inhaftiert und 2.700 vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen.
Diese Nachricht wurde am 23.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
