Klimapolitik
Grüne fordern von Bundeskanzler Merz nach Äußerungen zu Waldbränden "fundamentalen Kurswechsel"

Die Grünen rufen Bundeskanzler Merz nach seinen Äußerungen zum Waldbrand in Nordrhein-Westfalen zu einer Kehrtwende in der Klimapolitik auf. Die Fraktionsvorsitzende Dröge forderte von der Bundesregierung einen Klima-Notfallplan.

    Katharina Dröge, Bundestagsfraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, gibt ein Statement zu Beginn der Fraktionssitzung ihrer Partei.
    Die Bundestagsfraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Dröge (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Dröge sagte der Deutschen Presse-Agentur, Union und SPD handelten bislang als - Zitat - "Brandbeschleuniger" der Klimakrise. Sie verlangte, das Gebäudemodernisierungsgesetz, das Netzpaket, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Energieeffizienzgesetz zurückzuziehen beziehungsweise grundlegend zu überarbeiten. Nötig sei ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien und ein besserer Schutz vor den Folgen des Klimawandels.
    Merz hatte gestern bei einem Besuch des von einem Waldbrand betroffenen Ortes Hürtgenwald gesagt, Deutschland müsse häufiger mit Großschadenereignissen rechnen. Das sei Klimawandel. Bei der Kabinettsklausur am Dienstag und Mittwoch sollen die Themen Trockenheit, Waldbrandgefahr und die Folgen des Klimawandels auf der Tagesordnung stehen.
    Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.