Programmiersprache PHP
Weltweite Sicherheitslücke: Update für Webanbieter bereitgestellt

Nach weltweiten Internet-Problemen wegen einer Sicherheitslücke soll ein inzwischen bereitgestelltes Update Abhilfe schaffen. Betreiber von Webanwendungen sind gehalten, für eine Aktualisierung zu sorgen. Zuvor waren zahlreiche Internetseiten vorsorglich abgeschaltet worden.

    Ein Finger zeigt auf einen Bildschirm.
    Die Internetseite der Stadt Mainz wurde offline genommen, wie viele Websiten weltweit. (dpa / Bernd Weißbrod)
    Für normale Endnutzer besteht beim alltäglichen Surfen kein direkter Handlungsbedarf. Dennoch können sie indirekt betroffen sein – neben Ausfällen von Onlinediensten etwa auch durch potenzielle Datenabflüsse auf nicht rechtzeitig geschützten Servern. Hintergrund ist eine Sicherheitslücke bei der weit verbreiteten Programmiersprache PHP, die in einer Vielzahl von Angeboten angewendet wird.

    BSI warnt vor Schwachstelle

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte gewarnt, dass kriminelle Akteure durch die Schwachstelle etwa die vollständige Kontrolle über eine Website übernehmen, sensible Datenbanken und Kundendaten abgreifen sowie Server für weitere Cyberattacken missbrauchen könnten.
    Nach den Warnungen von Sicherheitsbehörden haben verschiedene Kommunen, Behörden, Universitäten und Krankenhäuser ihre Online-Angebote vom Netz genommen, um möglichen Angriffen zuvorzukommen, darunter etwa die Seiten der Länder Hessen, Bayern und Baden-Württemberg sowie die der Stadt Mainz oder der Uniklinik Freiburg. Auch im Ausland wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.