Nordirak
Iranische Revolutionsgarden greifen Kurden-Stützpunkt an

Die iranischen Revolutionsgarden haben Staatsmedien zufolge erneut kurdische Stellungen im Nachbarland Irak mit Drohnen angegriffen.

    Zu sehen ist eine Abschussrampe für Raketen und Drohnen der iranischen Revolutionsgarden während einer Militärübung im Persischen Golf.
    Raketen- und Drohneneinheiten der iranischen Revolutionsgarden (Archivbild) (Sepahnews / ZUMA Press Wire / dpa / Sepahnews)
    Ein Ziel war das Hauptquartier der iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe Komala in der Region Balisan in der autonomen Kurdenregion. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Auch eine Stellungnahme der Revolutionsgarden liegt bisher nicht vor.
    Teheran stuft viele kurdische Gruppen im Irak als Terrororganisationen ein. Die Revolutionsgarden haben in den vergangenen Jahren wiederholt kurdische Ziele im Nordirak angegriffen.
    Die Kurden sind eine ethnische Gruppe mit schätzungsweise 30 Millionen Mitgliedern, die vor allem im Irak, im Iran sowie in Syrien und der Türkei leben. Sie kämpfen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat. Die autonome Kurdenregion im Nordirak entstand nach dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.