
Es ist die erste Wahl seit dem Massaker der Terrororganisation Hamas vom 7. Oktober 2023 in Israel und dem darauffolgenden Gaza-Krieg. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Ministerpräsident Netanjahu an der Macht bleiben kann. Sein rechtsreligiöses Lager umfasst neben seiner Partei, dem Likud, ultrareligiöse Parteien sowie rechtsextreme Kräfte. Wichtigster Herausforderer ist der frühere Generalstabschef Eisenkot mit seiner Mitte-Partei Jaschar. Er will Netanjahu mit einem politisch heterogenen Oppositionslager ablösen.
Kleinere Parteien könnten ausschlaggebend sein
Umfragen deuten auf ein enges Rennen hin. Zwar lag Eisenkots Partei zuletzt vor dem Likud, doch entscheidend ist, welches Lager eine Mehrheit organisieren kann. Eine Pattsituation ist nicht ausgeschlossen. Auch kleinere Parteien könnten ausschlaggebend sein. Die Sperrklausel liegt bei 3,25 Prozent, für eine absolute Mehrheit sind 61 Mandate nötig. Denkbar ist auch eine Minderheitsregierung der Opposition mit Unterstützung arabischer Parteien.
Landesweit sind rund 12.000 Wahllokale eingerichtet. Die meisten sind von 6.00 bis 21.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit geöffnet. Unmittelbar danach werden erste Prognosen erwartet. Insgesamt treten 37 Listen an, von denen laut Umfragen nur etwa ein Drittel ins Parlament einziehen dürfte.
Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
