Menschenverachtende Äußerungen
Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir: Grünen-Chefin Brantner fordert Einreiseverbot

Grünen-Chefin Brantner hat nach den Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Ben-Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern ein Einreiseverbot verlangt.

    Franziska Brantner, die Vorsitzende der Grünen, steht im Bundestag am Redepult und spricht.
    Franziska Brantner, die Vorsitzende der Grünen (Archivbild). (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Zudem forderte sie die Bundesregierung auf, sich für Sanktionen auf europäischer Ebene einzusetzen. Die Äußerungen Ben-Gvirs seien zutiefst verstörend, sagte Brantner dem Portal "Politico". Man müsse hier eine klare Grenze ziehen. Mehrere europäische Staaten wie Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Frankreich, Italien und Belgien hätten bereits Sanktionen verhängt. Es werde Zeit, dass Deutschland sich dem anschließe, betonte die Grünen-Chefin.
    Zuvor hatte sich Vizekanzler Klingbeil dafür ausgesprochen, EU-Sanktionen gegen Ben Gvir zu prüfen. Der SPD-Vorsitzende sagte dem Sender Sat.1, er ‌stehe zur Solidarität mit Israel, ⁠aber nicht mit Ministern, die ⁠sich menschenverachtend äußerten. Außenminister Wadephul, CDU, prüfe bereits Sanktionsmöglichkeiten. - Ben Gvir hatte gesagt, jeden Tag sollten 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen getötet werden. Es gebe dort Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben.
    Diese Nachricht wurde am 19.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.