
Dabei habe es sich um den Élysée-Palast, den Regierungssitz und die Nationalversammlung gehandelt, sagte Lecornu nach einer Krisensitzung der Regierung am späten Abend. Er sprach von einem entsetzlichen Ausmaß an Gewalt. Es habe 1.200 Festnahmen gegeben. Die Polizei habe den ganzen Tag über einer, wie Lecornu sagte, "besonders gewalttätigen Ultralinken" gegenübergestanden, die sehr gut organisiert gewesen sei.
Die Ausschreitungen hatten im Zuge eines landesweiten Protesttags stattgefunden. In Paris setzten Randalierer Autos in Brand, zertrümmerten Schaufenster und plünderten Geschäfte. In Limoges wurde das historische Rathaus angezündet. Auch aus Lille, Bordeaux, Lyon und Marseille wurden Sachbeschädigungen und Plünderungen gemeldet. - Zu dem Protesttag gegen Missstände im Bildungssystem sowie hohe Lebenshaltungskosten hatten unter anderem Schülervertreter und die Protestbewegung der Gelbwesten aufgerufen. Landesweit gingen mehr als 500.000 Menschen auf die Straße.
Diese Nachricht wurde am 18.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
