Kampf ums Rote Meer
Jemenitische Truppen melden Erfolge gegen Huthi-Rebellen

Im Jemen gehen die Streitkräfte der international anerkannten Regierung in einer Großoffensive gegen die Huthi-Miliz vor.

    Die Karte zeugt das Land in weiß und das Meer in dunkelgrau. Die Meerengen Bab al Mandad und die Straße von Hormus sind mit roten kreisen markiert, zudem zeigt eine schwarze Linie die Schiffsrouten.
    Die Meerengen Bab al Mandad und die Straße von Hormus markiert auf einer Karte. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Kadri Suat Celik)
    Ein Militärsprecher meldete die Einnahme strategisch wichtiger Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab. Einheiten hätten unter anderem den Flughafen der Küstenstadt Dhubab im Südwesten des Landes erobert. Der Ort Dhubab fungiert aufgrund seiner Lage als Kontrollpunkt für den südlichen Zugang zum Roten Meer. Die Huthi wiesen die Darstellung der Armee zurück. Sie sprachen von einem Versuch, Misserfolge und wiederholte Niederlagen zu vertuschen. Die Regierungstruppen werden von Saudi-Arabien unterstützt. Die Huthi-Miliz ist ein Verbündeter des Iran.

    Neuer Angriff auf Tanker

    Zuvor war nahe Bab-al-Mandab vor der jemenitischen Küste offenbar erneut ein Tanker angegriffen worden. Von dem Schiff "Chrystal Sky" eines Unternehmens aus Singapur wurden Explosionen in der unmittelbaren Umgebung gemeldet, wie die Internetseite ”Seatrade Maritime News” berichtet. Die britische Seehandelsaufsicht teilte mit, dass die Besatzung wohlauf sei. Die Explosionen hätten sich 60 Seemeilen südlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka ereignet . Die US-Marine stuft die Bedrohungslage in der Region als erheblich ein.
    Die Huthi hatten im September Land in der Nähe der Meerenge erobert. Die Aufständischen nehmen nach eigenen Angaben Schiffe mit Bezug zu Saudi-Arabien ins Visier. Am Wochenende hatte die Miliz nach eigenen Angaben eine Anlage des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in der Hauptstadt Riad mit Drohnen und Raketen angegriffen.
    Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.