Bundesbeauftragte
Kindesmissbrauch in Kindergärten: Claus drängt auf Ausweitung der Ausbildung von Erziehern, Sozialpädagogen und Lehrern

Zum besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt etwa in Kindergärten fordert die Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Claus, eine Ausweitung der beruflichen Lehrinhalte.

    Kinder stehen um einen humanoiden Roboter herum. Ein Mädchen tippt ihm auf den Kopf.
    Claus: Erzieher müsssen Signale betroffener Kinder besser erkennen können. (picture alliance / dpa / Uli Deck)
    Das Thema gehöre in die grundständige Ausbildung von Erziehern, Sozialpädagogen und Lehrern, da man sonst nicht gut auf Signale von Kindern reagieren könne, sagte sie dem Deutschlandfunk. Kinderschutz spiele in Ausbildung und Qualifizierung fast keine Rolle, erst recht nicht das Thema sexualisierte Gewalt . Claus bekräftigte auch ihre Forderung an Kommunen nach einem Gütesiegel Kinderschutz, inklusive einer Qualitätssicherung und einer Kontrolle, die greife und auch sanktionieren könne. Das sei derzeit nicht über die Gesetzeslage abgedeckt, hier gäbe es Lücken. Als Signale von Kindern für einen möglichen Missbrauch gelten unter anderem plötzliche Verhaltensänderungen, altersuntypisches sexualisiertes Verhalten oder ungeklärte körperliche Verletzungen. In den vergangenen fünf Jahrenwar die Zahl registrierter Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendlichelaut Bundeskriminalamt deutlich gestiegen. In Gießen steht aktuell ein ehemaliger Kita-Erzieher wegen sexuellen Missbrauchs in 25 Fällen vor Gericht.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.