Nach Abgeordnetenhauswahl
Linke, Grüne und SPD in Berlin beschließen Sondierungsgespräche

In Berlin haben Linke, Grüne und SPD beschlossen, Sondierungsgespräche für eine mögliche Landesregierung aufzunehmen.

    Berlin: Bettina König (SPD, l-r), Nina Stahr (Bündnis 90/Die Grünen) und Kerstin Wolter (Die Linke) kommen während einer Pause des Treffens der Linken mit Vertretern von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu einem Statement.
    Regierungsbildung nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Archivbild (Sören Stache / dpa)
    Das teilten die Parteien zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus mit. Nach ihren Vorgesprächen veröffentlichten sie gemeinsame Vereinbarungen zu den Themen Antisemitismus und Clan-Kriminalität. Diese sollen die Grundlage für die nun startenden Sondierungen sein. Nach antisemitischen Vorfällen und Kontakten zu Clan-Mitgliedern drohen nun Sanktionen bis hin zum Parteiausschluss.
    Grüne und SPD hatten vor der Aufnahme von offiziellen Sondierungsgesprächen verbindliche Absprachen und Mechanismen zur Bedingung gemacht. Die Linke in Berlin steht auch wegen weiterer Punkte in der Kritik. Nach der Wahl war bekanntgeworden, dass Spitzenkandidatin Eralp Mitglied der vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation "Rote Hilfe" war. Auch die Enteignungspläne der Linken für Wohnungskonzerne dürften eine Einigung auf eine Regierungskoalition in Berlin erschweren.
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.