Vor Bundestagsentscheidung
Linken-Politikerin Vollath kritisiert Frühstartrente: Kein Beitrag zur Chancengleichheit

Die Linke hat ihre Ablehnung der sogenannten Frühstartrente untermauert. Die rentenpolitische Sprecherin im Bundestag, Vollath, sagte im Deutschlandfunk, es dürfe niemand dazu gezwungen werden, an den Kapitalmarkt zu gehen. Auch sollte dies nicht staatlich subventioniert werden.

    Sarah Vollath, Linke, spricht im Bundestag.
    Sarah Vollath, Linke (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Darüber hinaus sei es "fast ein bisschen unanständig", zu behaupten, wenn man Kindern zehn Euro im Monat gebe, sei dies ein Beitrag zur Chancengleichheit. Wohlhabende Eltern könnten den Betrag bis zur Obergrenze um fast 7.000 Euro im Jahr aufstocken, und sie sparten dabei auch noch Steuern. Ärmeren Müttern und Vätern sei dies hingegen nicht möglich, sagte die Linken-Politikerin.
    Der Bundestag stimmt heute über die von der Regierung geplante Einführung einer sogenannten Frühstartrente ab. Der Staat will damit die private Altersvorsorge bei der jungen Generation unterstützen und anreizen. Beginnend mit dem Geburtsjahrgang 2020 soll jedes Kind im Alter zwischen sechs und 18 Jahren zehn Euro pro Monat vom Staat bekommen, die in ein Vorsorgedepot fließen. Eltern können den Betrag erhöhen. Auszahlungen sollen ab dem 65. Geburtstag möglich sein.
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.