Ukraine-Krieg
Melania Trump: Lokale Feuerpause bei Oleschky ausgeweitet

Die auf die ukrainische Stadt Oleschky begrenzte Waffenruhe ist nach Angaben der USA ausgeweitet worden. ⁠Sie gelte nun über die Stadtgrenzen hinaus, teilte die First Lady Melania Trump in den sozialen Medien mit.

    Eine Straße in Kiew, auf der mehrere zerstörte Autos und Lkw stehen.
    Kiew wurde erneut von russischen Drohnen angegriffen. (picture alliance / AP Photo / Dan Bashakov / Dan Bashakov)
    Der Zeitplan sei gegenüber der ursprünglichen Planung um zwei Tage vorgezogen worden, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und die Lieferung humanitärer Hilfe zu erleichtern, erklärte Melania Trump weiter. Die Waffenruhe, die in der Nacht in Kraft getreten war, soll bis Sonntag gelten. Beide Seiten meldeten zunächst keine Verstöße.

    Angriffe gehen weiter

    Derweil setzte Russland seine Angriffe auf die Hauptstadt Kiew fort. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben. Zudem seien ein Universitätsgelände und die Südbrücke über den Fluss Dnipro beschädigt worden. Russland meldete seinerseits ukrainische Drohnenangriffe auf die Grenzregion Brjansk und den russisch kontrollierten Teil des Gebiets Saporischschja. Auch hier soll es ein Todesopfer gegeben haben.

    Finnlands Präsident und Norwegens Premier sprechen mit Putin

    Der ​finnische Präsident Stubb und der norwegische Ministerpräsident Støre haben mit dem russischen Präsidenten Putin über den Krieg in der Ukraine gesprochen. Die Diskussion sei offen und inhaltlich fundiert gewesen, teilte Stubb mit.
    In einer Erklärung der beiden Politiker hieß es, Zweck des Telefonats mit Putin sei es gewesen, über den Krieg und die diplomatischen Bemühungen zu dessen Beendigung zu sprechen sowie über die Förderung von Frieden und Stabilität in Europa. Kremlsprecher Peskow bestätigte das Gespräch. Nach Angaben der russischen Regierung kritisierte Putin in dem Telefonat die EU- und NATO-Staaten. Ihre "konfrontative" Politik ziehe den Ukraine-Krieg in die Länge, sagte der russische Präsident demnach. Aus Kiew hieß es, der ukrainische Präsident Selenskyj habe nach dem Telefonat der beiden Politiker mit Putin seinerseits mit Stubb und Støre gesprochen.
    Der finnische Präsident und der norwegische Regierungschef hatten vorige Woche Selenskyj und US-Vermittler Witkoff in Oslo getroffen. Witkoff führte danach Gespräche in Russland. Der Kreml erklärte anschließend, man sei bereit, die von den USA vermittelten Gespräche mit der Ukraine im November wieder aufzunehmen.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.